Während in den Tälern Südtirols in den langen Dezembernächten Frost herrscht, zeigen sich die Temperaturen in der Höhe von einer deutlich milderen Seite. Konstante Plusgrade auf den Bergen waren laut Landesmeteorologe Dieter Peterlin auch hierzulande seit der vergangenen Woche keine Seltenheit.<h3> Keine größeren Auswirkungen auf Südtirols Pisten</h3>Größere Auswirkungen auf den Skibetrieb habe das derzeitige Tauwetter aber nicht, wie Marco Pappalardo, Marketing-Direktor von Dolomiti Superski, bestätigt. „Auch wenn die Temperaturen für die Jahreszeit unüblich sind, konnten wir dank der Kältewelle im November die Pisten gut beschneien“, so Pappalardo. Wer also in Gröden oder Gadertal, am Kronplatz oder auch Sexten auf die Piste möchte, habe weiterhin nichts zu befürchten.<BR />Superski-Präsident Andy Varallo ergänzt, dass rund 80 Prozent des Beschneiungsprogramms dieser Saison bereits abgeschlossen wurden. Was die Auslastung der Skigebiete betrifft, gebe es ebenfalls keinen Grund zur Sorge: „Der gestrige Tag ist vergleichbar mit einem mittleren Jännertag und etwa 50 Prozent Auslastung. Das ist ein gutes Ergebnis.“ <h3> Kältefenster gut für künstliche Beschneiung</h3>Ähnlich bewertet Paul Jakomet, Präsident der Ortler Skiarena, die Lage in Südtirol: Der Betrieb in den 15 Mitgliedsgebieten verläuft regulär. Grund dafür sei auch hier das Kältefenster im November, während dessen reichlich Kunstschnee produziert werden konnte. „Für diejenigen, die keine guten Beschneiungsanlagen haben, wird es aber problematisch werden“, so Jakomet. Was die Schneeverhältnisse betrifft, können Ski- und Snowboardfahrer aktuell eher mit Frühlingsbedingungen und weicherem Schnee rechnen. „Das sollte dem Spaß auf der Piste jedoch keinen Abbruch tun“, betont Jakomet und führt weiter aus: „Für das Landschaftsbild und die Lust am Wintersport wäre etwas mehr Schnee sicherlich schön, aber am Wetter kann man nun mal nichts ändern.“ Mit Blick auf die bevorstehende Weihnachtszeit bleibe man jedenfalls noch unbesorgt.<BR />Zugleich betont auch Landesmeteorologe Peterlin, dass sich der Schnee in höheren Lagen trotz der milden Temperaturen überraschend gut halte. Grund dafür ist vor allem die vergleichsweise geringe Sonneneinstrahlung im Monat Dezember sowie die sehr trockene Luft, die die Schneedecke weitgehend stabil hält. <BR /> In den Tälern sind die milden Temperaturen deutlich weniger spürbar: So hat sich etwa am Kalterer See seit dem vergangenen Wochenende eine dünne Eisschicht gebildet.