Mittwoch, 31. März 2021

Ultner stürzt bei Skitour in den Tod

Ein tragischer Bergunfall hat sich am Mittwoch unterhalb der Gleckspitze in Innerulten ereignet. Der 70-jährige Herbert Gamper aus St. Nikolaus verlor dabei sein Leben.

Im Ultental und darüber hinaus herrscht große Trauer.
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Im Ultental und darüber hinaus herrscht große Trauer. - Foto: © shutterstock
Herbert Gamper und ein Vinschger Kollege wollten das schöne Wetter für eine Skitour auf die 2957 Meter hohe Gleckspitze oberhalb von Weißbrunn nützen.

Gegen 12 Uhr kam es zum folgenschweren Unglück. Gamper, der zu diesem Zeitpunkt zu Fuß unterwegs war und die Skier in den Händen hielt, rutschte kurz unterhalb des Gipfels aus vorerst unbekannter Ursache aus.

Der 70-Jährige schlitterte zuerst über ein Schneefeld und stürzte dann rund 40 Meter über felsiges Gelände in die Tiefe. Er war auf der Stelle tot. Sein Kollege beobachtete den Absturz, konnte die Stelle, an der der Verunglückte zu liegen kam, aber nicht einsehen.

Der Vinschger setzte sofort einen Notruf ab. Der Bergrettungsdienst Ulten rückte mit 10 Mann aus. Unterstützt wurden die Bergretter vom Notarzthubschrauber Pelikan 1, der zuerst den Vinschger vom Gipfel holte und dann den Leichnam von Herbert Gamper in die Leichenkapelle nach St. Walburg flog, nachdem der Notarzt seinen Tod festgestellt hatte.

Im Einsatz waren auch die Carabinieri von Proveis und die Notfallseelsorge.

Trauer im Ultental

Im Ultental und darüber hinaus herrscht nach dem Bekanntwerden des Todes von Herbert Gamper große Betroffenheit. Der 70-Jährige war ein Pionier des Skirennsports im Ultental. Er hatte in den 1970er Jahren internationale Skirennen bestritten und war bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2013 Verwaltungsleiter der Ultner Ski- und Sesselliftgesellschaft (USS).


stol/ehr

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