„Sinfonia“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der Südtiroler Landeshauptstadt und jener Tirols.Ziel ist es, die beiden Städte innerhalb der kommenden fünf Jahre energieeffizient umzugestalten.Einfacher ausgedrückt: Bozen und Innsbruck sollen die verfügbare Energie optimal nutzen und so zu „Smart Cities“ – „intelligenten Städten“ – werden.EU unterstützt Südtirol mit acht Millionen EuroDie EU stellt für die Umsetzung des „Sinfonia“-Großprojektes beachtliche Geldmittel zur Verfügung: Insgesamt sind es 27 Millionen Euro, die dem Projekt zufließen, rund acht Millionen davon sollen direkt nach Südtirol wandern.„Damit sollen unter anderem acht Bozner Wohnsiedlungen – insgesamt umfassen sie rund 36.500 Quadratmeter – energieeffizient saniert werden“, erklärt Wolfram Sparber, Leiter des EURAC-Institutes für Erneuerbare Energie und zugleich SEL-Präsident, am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Bozen.40 Prozent weniger Energiebedarf sowie ein Plus von 20 Prozent beim Anteil der erneuerbaren Energien sollen dann als Ergebnis der Sanierungsmaßnahmen hervorgehen.Die PartnerDie KlimaHaus Agentur, die neben der EURAC, dem WOBI, der Gemeinde Bozen und neben der SEL lokaler Partner des „Sinfonia“-Projektes ist, wird das neue Zertifizierungsprotokoll „KlimaHaus R“ anbieten. Dieses soll Richtlinien zur bestmöglichen Sanierung anbieten.Die SEL soll sich auf den Ausbau des Fernwärmenetzes konzentrieren, die EURAC leitet das Projekt aus wissenschaftlicher Sicht: Zum einen plant und simuliert sie Sanierungen, zum andere vermisst und überwacht sie die sanierten Gebäude und Infrastrukturen in den kommenden Jahren.Zeitgleich planen und realisieren die österreichischen Projektpartner ähnliche Vorhaben in Wohnsiedlungen.„Intelligent“ zu mehr LebensqualitätDenn auch in Innsbruck soll kräftig in die Energieeffizienz investiert werden, wie Harald Gohm, der Geschäftsführer der Standortagentur Tirol im Interview mit STOL erklärt.Während Sparber davon spricht, die Abwärme von Industrieunternehmen für die Beheizung zu nutzen, berichtet Gohm von Kühlschränken, die dann kühlen, wenn der Strompreis am günstigsten ist. Die Träger des Projektes sind sich sicher: „Intelligente“ Produkte und Netze sollen den Weg in eine energieeffiziente Zukunft und zu mehr Lebensqualität bahnen.Voraussichtlicher Start des „Sinfonia“-Projektes ist im Frühherbst dieses Jahres.pg