„Gut Ding will Weile haben“, besagt ein Sprichwort. Und so haben die Vorplanungen für eine neue Dorfbeleuchtung für Niederdorf bereits vor über 10 Jahren begonnen. Josef Stragenegg, Gemeindereferent und treibende Kraft, blickte bei der Vorstellung der neuen Beleuchtung im Gemeindesaal auf die Arbeiten zurück. Eine Herausforderung sei der Leitungsbau gewesen, zumal die über 12 Kilometer langen Elektrokabel möglichst gemeinsam mit Wasser- und Breitbandleitungen verlegt werden sollten. Dann waren es auch fehlende Geldmittel, die die Arbeiten mitunter verzögert haben. „Bis auf ein paar Kinderkrankheiten“ sei das Projekt nun aber umgesetzt, und 470 Straßenlampen rücken Niederdorf in ein neues Licht. <h3> Licht auf der Straße und nicht mehr in der Wiese</h3>Das Besondere an der Beleuchtung: Durch die smarte Technologie ist jede Lampe über Funk einzeln ansteuerbar, erklärte Karlheinz Troi, der für die Planungsarbeiten verantwortlich war. Die LED-Lampen können also Zebrastreifen eigens ausleuchten oder nachts einzeln heruntergedimmt oder ganz abgeschaltet werden. Und sie werfen ihr Licht genau dorthin, wo es gebraucht wird, nämlich auf die Straße, „und nicht wie die früheren Lampen 360 Grad rundum in die Wiese und den Himmel“, sagte Troi. <h3> Lichtkulisse für Jannik Sinner und Co. </h3>Umgesetzt haben das intelligente Lichtmanagement die Firmen EWO und Connexx aus Kurtatsch sowie Wolfgang Kühbacher von Elektro Kuewo. Monica Visciglia von Connexx machte bei der Präsentation in Niederdorf noch auf eine weitere Besonderheit der Lampen aufmerksam: Auf Knopfdruck leuchten sie in verschiedenen Farben. Sollte also Tennis-Star Jannik Sinner auf dem Nachhauseweg nach Sexten durch Niederdorf fahren – das Dorf wäre in Nullkommanix in Orange getaucht. „Ja genau, das wäre möglich“, sagte Karlheinz Troi lachend. <h3> </h3> <h3> „KlimaGemeinde Light“ geht mit gutem Beispiel voran</h3>In die smarte Beleuchtung hat die Gemeinde 1,2 Millionen Euro investiert, wovon ein kleiner Anteil durch Landesbeiträge gedeckt ist. Im Gegenzug erwarten sich die Verwalter allerdings eine Ersparnis bei den Energiekosten von 50 Prozent. „Wir sind als ,KlimaGemeinde Light‘ eingestuft und müssen deshalb eine Energieeinsparung nachweisen“, erklärte Bürgermeister Günther Wisthaler. Mit der neuen Straßenbeleuchtung sei ein „gewaltiger Energiefresser“ beseitigt. Gut stehe die Gemeinde auch bei den Heizungen da: 97 Prozent der Haushalte sind an das Biomassewerk angeschlossen. Außerdem seien bereits alle 3 Sportplätze auf energiesparende LED-Lampen umgestellt, das Gleiche gelte für den Kindergarten. „Heuer wird noch der Auftrag für Grundschule, Turnhalle und Gemeindehaus erteilt, im nächsten Jahr ist dann die Feuerwehrhalle dran. Danach sind die ganz großen Energiefresser beseitigt“, kündigte Günther Wisthaler an.