Montag, 18. Juli 2016

Smartphone rettet 2 Brunecker aus Bergnot

Es ist Sonntagabend, als zwei Brunecker am Gipfel der Großen Zinne ankommen, viel zu spät. Bei ihrem Abstieg überrascht sie die Dunkelheit. Die Bergsteiger setzen einen Notruf ab, doch die Rettung ist schwierig – bis einer der beiden sein Handy zückt.

Die Drei Zinnen
Badge Local
Die Drei Zinnen

Zur Mittagszeit am Sonntag brachen die beiden Bergsteiger – er 27 Jahre alt, sie 31, beide aus Bruneck – von der Auronzo-Hütte (2330 Meter) zur Großen Zinne auf. Für die Klettertour auf die mit 2999 Metern höchste Erhebung der Drei Zinnen werden im Normalfall 3 bis 4 Stunden benötigt.

Doch die beiden Alpinisten kamen laut italienischen Medienberichten mehrmals von der rechten Route ab. So erreichten sie den Gipfel am Abend gegen 18 Uhr – viel zu spät.

Rettung gestaltet sich schwierig

Beim Abstieg wurden die beiden von Dunkelheit und Kälte überrascht. Ein eisiger Wind war aufgezogen. An einer Gabelung entschieden die Südtiroler, stehen zu bleiben und den Notruf abzusetzen. Die Bergrettung von Auronzo und Pieve die Cadore schickten ihre Einsatzkräfte zu den Drei Zinnen, auch die Forstwache rückte aus.

Doch die Rettung der beiden Alpinisten gestaltete sich schwierig: Wie italienische Medien berichten, konnten die Bergsteiger keine genauen Angaben zu ihrem Aufenthaltsort machen. Und die Bergretter wiederum konnten deshalb nicht ausmachen, über welche Route sie zu den beiden Festsitzenden aufsteigen sollten.

Der Griff zum Smartphone bringt die Wende

In diesem Moment griff einer der beiden Bergsteiger zu seinem Smartphone: Über die App "Whats App" gelang es ihm, den Standort genau auszumachen und den Bergrettern zu übermitteln. 

Die Retter stiegen zum Bergsteiger-Paar auf und begleiteten die beiden sicher ins Tal. Um 3 Uhr morgens war der Einsatz beendet. Die Südtiroler haben keinerlei Verletzungen davongetragen.

stol

stol