Zwischen 250 und 300 Gläubige aus der näheren und weiteren Umgebung von Brixen gehören zur Gemeinschaft, die von Imam Abdeslam Termassi geleitet wird. <BR /><BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="642398_image" /></div> <BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR />Abdeslam Termassi will eines ganz schnell klarstellen: Beim Fasten geht es nicht allein um den Verzicht: „Wir müssen ehrlich sein, beten, für einander da sein – ja, wie Bruder und Schwester leben. Gott unseren Einsatz beweisen. Das ist das, was wirklich zählt und die wahre Bedeutung des Ramadans ist“, betont der gebürtige Marokkaner voller Inbrunst und in Südtiroler Dialekt. <BR />Abdeslam Termassi wohnt in Lüsen und ist seit 14 Jahren Imam in Milland. Gestern begingen auf dem Platz an der Freinademetz-Kirche 120 Gläubige gemeinsam den Abschluss des Fastenmonats Ramadan. Wie Muslime in aller Welt feiern die Gläubigen dabei „Eid al-Fitr“ – das Fest des Fastenbrechens. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="642401_image" /></div> <BR />Die Pandemie und damit einhergehenden Regeln zwingt die Glaubensgemeinschaft die notwendigen Abstände einzuhalten. Das Gebet findet deshalb im Freien statt. Imam Termassi dazu: „Ich habe den Leute am Freitag letzter Woche ganz klar aufgetragen, unmittelbar nach dem rund einstündigen Gebet nach Hause zu geben, nicht in Gruppen zusammenzustehen. Wir können es uns nicht leisten, dass sich das Corona-Virus irgendwo einschleicht.“ <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="642404_image" /></div> <BR />Auch das mit dem Ende des Ramadans eng zusammenhängende gemeinsame Essen muss laut dem Imam heuer ausfallen: „Jeder macht das für sich bei ihm daheim. Es geht nicht anders.“ <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="642407_image" /></div> Im Vorfeld des für Donnerstag anberaumten Gebets erklärt Termassi, dass seine muslimische Gemeinde in Milland rund 250 bis 300 Gläubige zählt – sie kommen dabei nicht nur aus Brixen selbst, sondern aus Sterzing, Vintl und auch aus Teilen des Pustertals. Die südliche Grenze liegt in Waidbruck. <BR /><BR /><BR /><b>Gebetsraum wieder geöffnet</b><BR /><BR />Auch der Gebetstraum in Milland musste laut Termassi aufgrund der Pandemie im Vorjahr vom März bis Juli geschlossen bleiben: „Wir konnten nichts riskieren.“ Seit Juli habe man nun wieder für Gläubigen offen. Jeder müsse aber selbst seinen Teppich mitnehmen, ihn daheim waschen. „Logisch“ müsse auch jeder Maske tragen, Abstand halten und sich am Eingang desinfizieren. Bei mehr Andrang, teile man die Gruppe, erklärt der Imam, wie sie mit der Situation umgehen. <BR />