Auch die einheimischen Schüler sollen entsprechend betreut werden, wenn der Krieg jetzt nach den Ferien ein Thema im Klassenzimmer wird. <BR /><BR /><BR /><BR />Noch ist die Anzahl an Flüchtlingen, die aus dem Kriegsgebiet in der Ukraine nach Südtirol gekommen sind, überschaubar. Im Moment sind es vor allem Menschen, die auf eigene Faust ins Land gelangen und auf private Initiative untergebracht werden. <BR /><BR />Bis der große Ansturm einsetzt und Flüchtlinge von der öffentlichen Hand in größeren Strukturen untergebracht werden, ist es aber nur mehr eine Frage von Tagen. „Im Moment wissen wir noch nicht, wann und wie viele Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine Südtirol aufnehmen muss“, sagt Zivilschutzlandesrat Arnold Schuler. „Aber die Situation kann sich von einem Tag auf den anderen ändern.“<h3> Schulpflicht gilt</h3>Es sind vor allem Frauen, Kinder und Jugendliche, die aus dem Kriegsgebiet fliehen. Und gerade die kleinen Neuankömmlinge stellen Südtirols Schulwelt vor große Herausforderungen. Für die Flüchtlingskinder gelte nämlich dieselbe Schulpflicht, wie für heimische Kinder und Jugendliche, erklärt Landesschuldirektorin Sigrun Falkensteiner.<BR /><BR />Es sei sicher nicht so, dass am Montag (heute, Anm. d. Red.) schon die ersten Kinder und Jugendlichen aus der Ukraine in den Klassenzimmern sitzen werden, so Falkensteiner. Dennoch will man an Südtirols Kindergärten und Schulen gerüstet sein, wenn die Flüchtlinge aus dem Kriegsgebiet nach Südtirol kommen. Wichtig sei laut Falkensteiner, dass diese Aufnahme koordiniert und gut organisiert erfolge. Aus diesem Grund sei man nun auch in engem Kontakt mit der eigens eingerichteten Taskforce des Landes. „Wir sind dabei, verschiedene Situationen durchzuspielen“, sagt die Landesschuldirektorin. <BR /><BR /><embed id="dtext86-53209054_quote" /><BR /><BR />Zunächst müsse mit Hilfe der Gemeinden erhoben werden, wo sich schulpflichtige Kinder und Jugendliche aus der Ukraine befinden. Erst dann könne man überlegen, ob die Kinder und Jugendlichen einzeln und vor Ort oder gemeinsam an einem Ort, etwa auf Bezirksebene, schulisch betreut werden, so Falkensteiner. Geht es nach Bildungslandesrat Philipp Achammer, sei es „aber naheliegend, dass versucht wird, diese Kinder und Jugendlichen dort aufzufangen, wo sie untergebracht sind“. <BR /><BR />Aufgefangen werden sollen die Geflüchteten nicht nur schulisch. Auch eine psychologische Betreuung dieser vielfach traumatisierten Kinder und Jugendlichen sei geplant, so Achammer. Diesbezüglich sei man bereits mit der Notfallseelsorge und der Notfallpsychologie in Kontakt. „Die vordergründige Frage wird jetzt nämlich sein, wie wir es schaffen, diese Kinder und Jugendlichen in ihre neue Umgebung zu integrieren – und erst dann kommt die Schule“, so Falkensteiner.<BR /><BR />Betreut werden sollen aber nicht nur Kinder und Jugendliche aus der Ukraine. Auch Schülern aus Südtirol soll Hilfe angeboten werden, „sollte das Thema Ukraine-Krieg in der Schule auftreten“, so Falkensteiner. Zum einen gibt es an jeder Schule ein sogenanntes Care-Team, das in solchen Fällen zum Einsatz kommt. Zudem hat das Landesschulamt per Rundschreiben den Schulen Informationen zukommen lassen, wo Lehrpersonen Tipps und Unterstützung holen können.<BR />