Laut dieser Umfrage stimmt der überwiegende Teil der Südtirolerinnen und Südtiroler zu, dass die Entscheidungen zum Bettenstopp und die nun beschlossenen Ausnahmen für strukturschwache Gemeinden richtig waren. Laut der Komma-Umfrage wünschen sich die Südtiroler offensichtlich kein starres Instrument. Anders als bei der Zustimmung zu den Olympischen Spielen gibt es bei diesem Thema allerdings Abweichungen bei Unter- und Sprachgruppen und die Ladiner scheinen Vorbehalte zu hegen. Stefan Premstaller ordnet die Umfrage-Ergebnisse ein.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1331082_image" /></div> <BR /><BR />Ähnlich wie bei der Umfrage zu den Olympischen Spielen <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/so-denkt-suedtirol-wie-schauen-die-suedtiroler-auf-olympia-zurueck" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">(hier der Artikel)</a> ergibt sich auch beim Bettenstopp ein klares Bild, erklärt Stefan Premstaller. Drei Viertel der Südtirolerinnen und Südtiroler stimmen der Aussage zu, dass der Bettenstopp ein wichtiger Schritt zur Begrenzung des Tourismus ist. Lediglich 16 Prozent lehnen diese Einschätzung ab. Damit zeigt sich, so Premstaller, „dass die Grundidee der Landesregierung zu einer Begrenzung des touristischen Wachstums auf breite Zustimmung stößt“.<BR /><BR /> <div class="embed-box"><div class="container-wrapper-genially" style="position: relative; min-height: 400px; max-width: 100%;"><img src="https://img.genial.ly/5fd380c29270490f70f47a03/f30fb79b-ab39-43a4-b16e-6acb3b0565c8.jpeg" class="loader-genially" style="position: absolute; top: 0; right: 0; bottom: 0; left: 0; margin-top: auto; margin-right: auto; margin-bottom: auto; margin-left: auto; z-index: 1;width: 80px; height: 80px;"/><div id="6a452bc88e3a525e52898690" class="genially-embed" style="margin: 0px auto; position: relative; height: auto; width: 100%;"></div></div><script>(function (d) { var js, id = "genially-embed-js", ref = d.getElementsByTagName("script")[0]; if (d.getElementById(id)) { return; } js = d.createElement("script"); js.id = id; js.async = true; js.src = "https://view.genially.com/static/embed/embed.js"; ref.parentNode.insertBefore(js, ref); }(document));</script></div> <BR /><BR />Allerdings gibt es interessante Abweichungen, analysiert Premstaller. So fällt die Zustimmung für den Bettenstopp bei den 30- bis 44-Jährigen sowie bei den über 60-Jährigen besonders hoch aus. <BR /><BR />Die jüngste Altersgruppe spricht sich ebenfalls mehrheitlich für den Bettenstopp aus. Mit 29 Prozent ist hier der Anteil jener, die keine klare Meinung abgeben, jedoch deutlich höher. Auch zwischen den Sprachgruppen zeigen sich Unterschiede. Während deutschsprachige Südtiroler den Bettenstopp klar befürworten, fällt die Zustimmung unter den italienischsprachigen Befragten etwas geringer aus. Eine andere Tendenz zeigt sich bei der ladinischsprachigen Bevölkerung. Hier überwiegt die Ablehnung des Bettenstopps. <BR /><BR />Darüber hinaus zeigt sich laut Premstaller ein Zusammenhang mit der Größe des Wohnortes: Je größer und städtischer eine Gemeinde ist, desto geringer fällt die Zustimmung zum Bettenstopp aus. In kleineren und ländlich geprägten Gemeinden wird die Maßnahme hingegen deutlich häufiger befürwortet. <BR /><BR />Gleichzeitig macht die Befragung deutlich, dass die Bevölkerung den Bettenstopp nicht als starres Instrument versteht. So sprechen sich 69 Prozent der Befragten dafür aus, für strukturschwache Gemeinden Ausnahmen vorzusehen. <BR /><BR /> <div class="embed-box"><div class="container-wrapper-genially" style="position: relative; min-height: 400px; max-width: 100%;"><img src="https://img.genial.ly/5fd380c29270490f70f47a03/f30fb79b-ab39-43a4-b16e-6acb3b0565c8.jpeg" class="loader-genially" style="position: absolute; top: 0; right: 0; bottom: 0; left: 0; margin-top: auto; margin-right: auto; margin-bottom: auto; margin-left: auto; z-index: 1;width: 80px; height: 80px;"/><div id="6a452cc884165261ad2753cb" class="genially-embed" style="margin: 0px auto; position: relative; height: auto; width: 100%;"></div></div><script>(function (d) { var js, id = "genially-embed-js", ref = d.getElementsByTagName("script")[0]; if (d.getElementById(id)) { return; } js = d.createElement("script"); js.id = id; js.async = true; js.src = "https://view.genially.com/static/embed/embed.js"; ref.parentNode.insertBefore(js, ref); }(document));</script></div> <BR /><BR />Nur 23 Prozent lehnen Sonderregelungen grundsätzlich ab. „Bemerkenswert ist, dass jene Bevölkerungsgruppen, die den Bettenstopp besonders deutlich unterstützen, gleichzeitig auch überdurchschnittlich oft Ausnahmen für strukturschwache Gemeinden befürworten. Das deutet darauf hin, dass die Bevölkerung den Grundgedanken des Stopps zwar mitträgt, zugleich aber regionale Unterschiede berücksichtigt sehen möchte.“ <BR /><BR />Wie berichtet, hatten die Bürgermeister genau diese Linie vertreten, waren mit ihren Forderungen aber nur teilweise durchgedrungen. Insgesamt, so Premstaller, vermitteln die Ergebnisse ein eindeutiges Bild: „Die Südtiroler unterstützen den Bettenstopp als Instrument zur Begrenzung des touristischen Wachstums. Gleichzeitig besteht ebenso der Wunsch, strukturschwächeren Gemeinden Spielräume einzuräumen, wo dies für deren Entwicklung sinnvoll erscheint. <BR /><BR />Die beiden Positionen werden von der Bevölkerung somit nicht als Widerspruch verstanden, sondern ergänzen einander.“<h3> Die Erhebung: 800 Südtiroler über 18 Jahren befragt</h3>Die Umfrage wurde über die sogenannte CATI-Methode durchgeführt – über per Computer assistierte Telefoninterviews. 51 Prozent der Befragten waren weiblich, 49 männlich. 17 Prozent der Teilnehmenden waren zwischen 18 und 29 Jahre alt, 20 Prozent zwischen 30 und 44 Jahre und 27 Prozent zwischen 45 und 59 Jahre alt. Der Rest (36 Prozent) war über 60 Jahre alt. Hinsichtlich der Sprachgruppenzugehörigkeit ergibt sich folgendes Bild: 70 Prozent deutscher, 26 Prozent italienischer und vier Prozent ladinischer Muttersprache. 53 Prozent haben Matura/Lehre, 30 Prozent einen Mittelschulabschluss, 17 Prozent einen Uni- oder Fachhochschulabschluss.