Komma-Geschäftsführer Stefan Premstaller hat keine Zweifel: „Zu Olympia zeigt die Umfrage ein klares Stimmungsbild, denn immerhin geben rund zwei Drittel der Befragten an, es sehr oder eher zu befürworten, dass Südtirol Teil der Winterspiele 2026 war. Rund ein Viertel der Befragten hat dazu eine kritischere Meinung. Bemerkenswert ist das äußerst einheitliche Meinungsbild, denn die Zustimmung zieht sich konstant durch alle Altersgruppen, Geschlechter und weiteren soziodemografischen Untergruppen. Größere Abweichungen sind kaum festzustellen. Damit fällt die Bewertung der Bevölkerung – das ist doch ein wenig überraschend – deutlich positiver aus, als manche kritischen Stimmen vor allem nach Abschluss der Spiele vermuten ließen.<BR /><BR /> <div class="embed-box"><div class="container-wrapper-genially" style="position: relative; min-height: 400px; max-width: 100%;"><img src="https://img.genial.ly/5fd380c29270490f70f47a03/f30fb79b-ab39-43a4-b16e-6acb3b0565c8.jpeg" class="loader-genially" style="position: absolute; top: 0; right: 0; bottom: 0; left: 0; margin-top: auto; margin-right: auto; margin-bottom: auto; margin-left: auto; z-index: 1;width: 80px; height: 80px;"/><div id="6a42983b49bf158b51e3ee7c" class="genially-embed" style="margin: 0px auto; position: relative; height: auto; width: 100%;"></div></div><script>(function (d) { var js, id = "genially-embed-js", ref = d.getElementsByTagName("script")[0]; if (d.getElementById(id)) { return; } js = d.createElement("script"); js.id = id; js.async = true; js.src = "https://view.genially.com/static/embed/embed.js"; ref.parentNode.insertBefore(js, ref); }(document));</script></div> <BR /><h3> Zustimmung überwiegt</h3>Wie aber ist dieses Ergebnis zu erklären? Premstaller meint dazu: „Trotz unterschiedlicher Einschätzungen zu Kosten, Organisation und langfristigen Auswirkungen überwiegt bei vielen Südtirolerinnen und Südtirolern die Zustimmung, Gastgeber des größten internationalen Sportereignisses gewesen zu sein. Ähnlich ist das Bild bei der Frage nach den langfristigen Auswirkungen, denn mehr als die Hälfte der Befragten – exakt 55 Prozent – ist der Meinung, dass Südtirol von den Olympischen Spielen profitieren wird. Besonders optimistisch ist dabei die jüngere Generation.“ <BR /><BR />Interessant ist für den Komma-Geschäftsführer der Vergleich zwischen den Fragen: „Während zwei Drittel der Bevölkerung die Austragung der Olympischen Spiele in Südtirol grundsätzlich positiv bewertet, fällt die Einschätzung eines konkreten langfristigen Nutzens zurückhaltender aus. Das zeigt, dass ein Teil der Bevölkerung nicht zwingend einen direkten wirtschaftlichen oder messbaren Effekt erwartet, die Teilnahme Südtirols am Großereignis dennoch positiv sieht.“ <h3> Erkenntnisse auch in Zukunft von Bedeutung</h3>Was für Rückschlüsse lassen sich daraus ziehen? Dazu meint Premstaller: „Diese Erkenntnis ist mit Blick auf mögliche künftige Großveranstaltungen von Bedeutung, denn die Bewertung solcher Ereignisse erfolgt in einem Teil der Bevölkerung offensichtlich nicht ausschließlich anhand unmittelbarer wirtschaftlicher Kennzahlen, sondern es spielen auch Faktoren wie internationale Sichtbarkeit, gemeinschaftliche Erlebnisse, Identifikation und der besondere Charakter solcher Events eine wichtige Rolle. Sportliche Großereignisse haben in der Vergangenheit oft gezeigt, dass sie weit über den Sport hinauswirken. <BR /><BR />Manchmal entsteht eine besondere Dynamik. Ein bekanntes Beispiel ist das „Sommermärchen“ rund um die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland. Das sportliche Ereignis sorgte nicht nur für Begeisterung, sondern hatte auch Auswirkungen auf das gesellschaftliche Klima, das internationale Image und teilweise auch auf wirtschaftliche Entwicklungen.“ <h3> Zur Komma GmbH</h3>Die Komma GmbH arbeitet im Bereich Kommunikation und Marktforschung und bietet sowohl über quantitative und qualitative Markt- und Meinungsforschung (z. B. über Umfragen, Interviews und Beobachtungsstudien) Einblicke in Ansichten und Stimmungen der Bevölkerung oder von Zielgruppen als auch Analysen von Konsum- und Markttrends.<h3> Die Erhebung</h3>Die Umfrage wurde über die sogenannte CATI-Methode durchgeführt - über per Computer assistierte Telefoninterviews. 51 Prozent der Befragten waren weiblich, 49 männlich. 17 Prozent der Teilnehmenden waren zwischen 18 und 29 Jahre alt, 20 Prozent zwischen 30 und 44 Jahre und 27 Prozent zwischen 45 und 59 Jahre alt. Der Rest (36 Prozent) war über 60 Jahre alt. Hinsichtlich der Sprachgruppenzugehörigkeit ergibt sich folgendes Bild: 70 Prozent deutscher, 26 Prozent italienischer und vier Prozent ladinischer Muttersprache. 53 Prozent haben Matura/Lehre, 30 Prozent einen Mittelschulabschluss, 17 Prozent einen Uni- oder Fachhochschulabschluss. <Rechte_Copyright></Rechte_Copyright> <Rechte_Copyright></Rechte_Copyright>