Ausgestattet mit einer Mütze, einem Overall und Arbeitswerkzeug hat der Mann am Dienstagmorgen an der Wohnungstür der beiden geläutet. Der Verwalter habe ihn geschickt, sagte er. 10 Minuten später verließ er die Wohnung mit einer in einer schwarzen Tasche. Darin sollen goldene Armbänder, Halsketten, Autoschlüssel, Münzen, 4 Uhren und die beiden Eheringe gewesen sein. <BR /><BR />Die 85 bzw. 84 Jahre alten Eheleute haben Anzeige bei der Polizei erstattet, berichtet der „Alto Adige“. Die Frau hat den mutmaßlichen Dieb als etwa 40 Jahre alt beschrieben, mit braunen Haaren und einem blassen Teint. Der Unbekannte habe fließend Italienisch gesprochen und sei höflich aufgetreten.<h3> Die Masche: „Es darf kein Metall in der Nähe sein“</h3>Es war 11.45 Uhr am Dienstag, als der Mann die Frau im ersten Treppenabschnitt des Kondominiums ansprach. Er stellte sich mit Werkzeug vor und behauptete, er sei ein Gastechniker, der für die Überprüfung der Leitungen zuständig sei. Offenbar, so der Mann, seien Rostspuren entdeckt worden, die mit einem Spezialwerkzeug entfernt werden müssten. <BR /><BR />Die Frau ließ ihn in die Wohnung kommen. Er machte sich sofort an die Arbeit, zog Latexhandschuhe an und richtete ein blinkendes Gerät auf die Wände. Der Mann behauptete, es dürften keine metallischen Gegenstände in der Nähe sein, damit diese nicht durch die Wartungsarbeiten ruiniert würden. Dies betreffe auch Schmuck und Armbänder, die im Safe im Wohnzimmer aufbewahrt würden. <BR /><BR />Die Eheleute verstauten deshalb ihre Wertsachen in einem Sack und verließen wie geheißen „zu ihrer eigenen Sicherheit“ den Raum, damit der Mann seine vermeintlichen Wartungsarbeiten abschließen könnte. <BR /><BR />Da flüchtete der Mann. Den Sack mit Halsketten, Armbändern und Ringen hatte er an sich genommen. In Panik erkannten die beiden älteren Menschen sofort, dass sie Opfer eines Betrugs geworden waren, und zeigten in Begleitung ihres Sohnes den Diebstahl an.