Sonntag, 28. Januar 2018

So gefährlich ist die Arbeit der Feuerwehr

Bei jedem Brand setzen sie sich freiwillig der Gefahr aus, um das Hab und Gut oder vielleicht sogar das Leben eines anderen zu retten. Wie gefährlich der Job der Feuerwehrleute ist, wird oft unterschätzt.

Gasflaschen stellen für die Einsatzkräfte bei Bränden eine zusätzliche Gefahr dar. - Foto: Facebook
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Gasflaschen stellen für die Einsatzkräfte bei Bränden eine zusätzliche Gefahr dar. - Foto: Facebook

Sie kommen, wenn man im Lift stecken bleibt oder aus welchem Grund auch immer die eigene Haustüre nicht mehr öffnen kann. Sie helfen, wenn man das Auto gegen die Wand fährt oder der Keller überschwemmt wird.

Aber sie rücken auch an, wenn sich Verunfallte nicht mehr selbst aus dem Auto befreien können oder mitten in der Nacht plötzlich das eigene Haus in Flammen steht. Die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr sind stets auf Abruf bereit, um anderen zu helfen.

Wie gefährlich ihr - freiwilliger - Job manchmal ist, zeigt sich in bestimmten Situationen, wie beim Brand eines Wohnhauses in Missian vor wenigen Tagen. 

In der Nacht auf Freitag war ein Haus am Missianerweg aus nicht bekannten Gründen in Brand geraten, der Dachstuhl und der 1. Stock standen in Vollbrand. Alle 10 vom Feuer betroffenen Personen konnten sich retten, nur einige zogen sich Verletzungen zu. 6 Feuerwehren der Umgebung rückten aus, um den Flammen Herr zu werden. Bald konnte das Feuer unter Kontrolle gebracht werden. 

Am Samstag veröffentlichte die Freiwillige Feuerwehr St. Michael/Eppan das Foto eine halb geschmolzenen Gasflasche: „Ein Bild das verdeutlicht, welche besonderen Gefahren bei Einsätzen für unsere Einsatzkräfte vorhanden sein können“, schreiben sie darunter.

Und tatsächlich: Druckgasflaschen stellen bei Bränden eine zusätzliche Gefahr dar: „Jede Druckgasflasche, die einem Brand ausgesetzt ist, kann bersten (explodieren). Gefahren ko¨nnen durch herumfliegende Teile, brennbare oder giftige oder korrosive Inhalte, heiße Gase oder Druckwellen entstehen“, ergänzt der Landesfeuerwehrverband Südtirol.

stol/liz

stol