Das Gesundheitsministerium rät zu einer gleichmäßigen Verteilung der Kalorienmenge, die täglich zu sich genommen wird. Laut der modernen Ernährungswissenschaft sollte der Tagesbedarf an Kalorien auf 5 Mahlzeiten aufgeteilt werden: 15 bis 20 Prozent auf das Frühstück, 5 Prozent auf die Jause, 35 bis 40 Prozent auf das Mittagessen, 5 Prozent auf die nachmittägliche Zwischenmahlzeit und 30 bis 35 Prozent auf das Abendessen.Für knapp 75 Prozent der Südtiroler ist das Mittagessen die wichtigste Mahlzeit des Jahres, für 13,4 Prozent das Abendessen und für 11,7 Prozent das Frühstück. Italien isst eher abendsVergleicht man die Daten auf Landesebene mit Gesamtitalien (verfügbar bis 2016), ergeben sich unterschiedliche prozentuelle Verteilungen: Der Anteil der Südtiroler, für die das Mittagessen die Hauptmahlzeit ist, ist größer als der entsprechende nationale Prozentsatz (um ungefähr 10 Prozentpunkte). Ungefähr dieselbe Differenz, nur umgekehrt, ist bei den Daten zum Abendessen zu beobachten.Frauen nehmen mit 15,5 Prozent mit dem Frühstück mehr Kalorien zu sich als mit dem Mittag- oder Abendessen – bei den Männern sind es 7,8 Prozent.Das Abendessen stellt für die Personen im erwerbsfähigen Alter öfter die Hauptmahlzeit des Tages dar (knapp 20 Prozent unter den 18-39-Jährigen und 14 Prozent unter den 40-64-Jährigen) als für jene unter 18 Jahren (8,7 Prozent) und über 64 (7,3 Prozent).Immer öfter wird außer Haus gegessen 68,6 Prozent der Südtiroler nehmen das Mittagessen an Werktagen zuhause ein, 10 Prozent in der Betriebs- oder Schulmensa, knapp 9 Prozent im Restaurant oder in der Bar, 6,4 Prozent am Arbeitsplatz und gute 6 Prozent anderswo. Wenngleich diese Prozentsätze in den letzten Jahren keinen nennenswerten Veränderungen unterworfen waren, lassen die Daten insgesamt darauf schließen, dass das Mittagessen wieder öfter außer Haus zu sich genommen wird.An Werktagen essen üblicherweise mehr Frauen als Männer zuhause zu Mittag: 75,4 Prozent gegen knapp 62 Prozent. Das Verhältnis kehrt sich für Mittagessen im Restaurant oder in der Bar um mit 3,4 gegen gute 14 Prozent.Südtiroler frühstücken angemessenFast 88 Prozent der Südtiroler nehmen gewohnheitsmäßig ein Frühstück zu sich, das als angemessen definiert werden kann, das heißt, es enthält Milch oder feste Nahrungsmittel. Fast 7 Prozent der Bevölkerung frühstücken nicht, und 5,3 Prozent trinken nur Kaffee oder Tee. Im Laufe der letzten 15 Jahre haben sich die Frühstücksgewohnheiten der Südtiroler nicht nennenswert verändert und ähneln jenen auf gesamtstaatlicher Ebene.Männern frühstücken mit 85 Prozent weniger angemessen als Frauen mit 90,7 Prozent.Vorwiegend Kohlenhydrate landen im Teller Die Ernährung der Südtiroler Bevölkerung besteht vorwiegend aus kohlenhydratreichen Speisen wie Brot, Nudeln und Reis. Gute 65 Prozent essen diese mindestens einmal am Tag und 33,3 Prozent ein paar Mal in der Woche.59 Prozent der Bevölkerung trinken mindestens einmal täglich Milch. 84,6 Prozent essen mindestens ein paar Mal in der Woche Käse und Milchprodukte. Bei fast 15 Prozent der Bevölkerung hingegen stehen Wurstwaren täglich auf dem Speiseplan, weitere 48,4 Prozent essen sie mehrmals in der Woche.Fleisch ist Spitzenreiter, Fisch das SchlusslichtGute 97 Prozent essen Fleisch: Am wenigsten beliebt ist Schweinefleisch (ausgenommen Wurstwaren), auf das 19,5 Prozent der Südtiroler sogar gänzlich verzichten. Mindestens ein paar Mal in der Woche essen gute 56 Prozent der Bevölkerung weißes Fleisch (Huhn, Truthahn, Kaninchen und Kalb), 50,7 Prozent Rindfleisch und 34,5 Prozent Schweinefleisch.Fisch wird deutlich weniger konsumiert als Fleisch und Wurstwaren: 51,7% der Bevölkerung essen weniger als einmal pro Woche Fisch, weitere 10,0% essen nie welchen.Fast die Hälfte der Bevölkerung (47,5%) konsumiert mindestens einmal pro Tag Blattgemüse (gekocht oder roh) und ungefähr gleich viele Personen (45,5%) essen täglich andere Arten von Gemüse (Tomaten, Melanzane, Paprika, Fenchel, Zucchini, Artischocken, Karotten, Kürbis, Blumenkohl, Erbsen und andere frische Hülsenfrüchte).6 von 10 Südtirolern 60,5 Prozent essen täglich Obst, 2 von diesen 6 (19,7 Prozent) sogar mehrmals am Tag.Salzgebäck wie Kartoffelchips, Popcorn, Gesalzenes und Oliven werden von 20,2% der Bevölkerung mindestens ein paar Mal in der Woche gegessen, während jeder Dritte gänzlich darauf verzichtet. Süßspeisen wie Torten, Brioches, Eis und so weiter hingegen gönnt sich etwa die Hälfte (48,6 Prozent) der Südtiroler mindestens ein paar Mal in der Woche.Bewusster Umgang mit Salz und Fetten 6 von 10 Südtirolern achten auf eine salzarme Ernährung und 7 von 10 verwenden Jodsalz.Olivenöl ist das Fett, das von den Südtirolern am häufigsten zum Kochen (67,8 Prozent) und roh zum Anrichten (gute 83) verwendet wird. Jede vierte Person kocht überwiegend mit anderen pflanzlichen Fetten oder Ölen als Olivenöl und jede achte verwendet diese zum Anrichten von nicht gekochten Lebensmitteln.Nur wenige bevorzugen Butter oder Schmalz (gute 7 Prozent zum Kochen und 5 Prozent zum Würzen roher Speisen). Von Wasser bis Likör: Wie viel trinkt Südtirol?6 erwachsene Südtiroler von 10 trinken jeden Tag mehr als einen halben Liter Mineralwasser, einer von 10 ein oder 2 Gläser und 15,6 Prozent gar keines.14 Prozent der volljährigen Bevölkerung konsumiert täglich Wein (mindestens ein Glas), fast 8 Prozent Bier. 33,6 Prozent trinken nie Wein und 38,5 Prozent nie Bier. Was die Aperitifkultur betrifft, trinkt eine Person von 12 mindestens einmal wöchentlich einen analkoholischen (8,4 Prozent) oder alkoholischen Aperitif (8,3 Prozent). Ungefähr 50 Prozent trinken sie seltener oder zu besonderen Gelegenheiten, und ungefähr 40 Prozent nie.6 von 10 Personen trinken nie Kräuterlikör, und ungefähr genauso viele trinken nie Spirituosen. 2 Drittel jener, die diese Getränke zu sich nehmen, tun dies nur in Ausnahmefällen. Nur sehr wenige geben einen mindestens wöchentlichen Konsum an.stol