<div class="img-embed"><embed id="1060716_image" /></div> <BR />Aufgrund der schlechten Wetterbedingungen sah sich <b>Klaus Mitterrutzner</b> (im Bild) gezwungen, die Tore des <b>Freibads Klausen</b> eine Woche später als üblich zu öffnen. „Der Juli lief zwar außerordentlich gut, aber der überschaubare Start macht die diesjährige Saison dennoch zunichte“, bedauert er. Auch wenn das Wetter den restlichen August über sonnig und heiß bleiben sollte, rechnet Mitterrutzner mit einer Saison, die 20 Prozent unter dem Durchschnitt ausfällt. „Wir können noch einiges aufholen, aber ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahr ist gewiss“, ist sich der Betreiber des Freibads Klausen sicher. Nachdem auch 2023 nicht den Erwartungen entsprach, ist dies ein Schlag ins Gesicht für Südtirols Schwimmbadbetreiber. „Seit Corona haben viele von uns zu kämpfen“, sagt Mitterrutzner.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1060719_image" /></div> <BR />Nicht unzufrieden mit dem bisherigen Verlauf des Sommers zeigt sich hingegen <b>Annemarie Fauster</b> (im Bild), Verantwortliche des Naturbadesees <b>Issinger Weiher</b>. „Die Saison war anfangs zwar verregnet, ab Mitte Juli nahm sie aber Fahrt auf“, sagt sie. „Wir hoffen nun auf einen weiterhin sonnigen August, dann könnte die Saison gar ähnlich gut werden wie im Vorjahr.“ Das Wetter sei eben der Risikofaktor bei einem Badesee. Im Gegenzug biete er für Besucher aber ein einzigartiges Erlebnis.<h3> Südtirols Hallenbäder sind geteilter Meinung</h3><div class="img-embed"><embed id="1060734_image" /></div> <BR />Wenn Freibad oder Badesee aufgrund des schlechten Wetters nicht besucht werden können, profitieren die Hallenbäder: „An Sonnentagen haben wir rund 700 Gäste, bei Regen sind es 1200“, berichtet <b>Arnold Thum</b> (im Bild), Betriebsleiter des Cron4, zu dem neben dem <b>Hallenschwimmbad in Reischach</b> auch das <b>Freibad in Bruneck</b> gehört. Bei strahlendem Sonnenschein ziehe es die Leute in die Berge, bei Niederschlag würden sie lieber einen gemütlichen Tag in der Sauna verbringen.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1060722_image" /></div> <BR />Die <b>Therme Meran</b> hingegen war im Juni trotz des häufigen Niederschlags und für die Jahreszeit ungewöhnlich kühler Temperaturen nicht gut besucht, wie Direktorin <b>Adelheid Stifter</b> (im Bild) berichtet. „In den Sommermonaten sind die Besucher nämlich viel lieber im Freien als im Innenbereich.“ Auch die Sauna funktioniere im Sommer nur deshalb gut, da sie über einen Außenbereich zum Sonnen verfügt. Der Innenbereich der Therme Meran wird erst im Herbst wieder gut besucht.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1060725_image" /></div> <BR />„Der verregnete Juni brachte uns einen deutlichen Anstieg an Eintritten im Vergleich zum Vorjahr ein“, berichtet <b>Matteo Andreolli</b> (im Bild) vom <b>Balneum in Sterzing</b>. Zurzeit werde das Schwimmbad von zahlreichen Touristen aufgesucht. <h3>Zunehmend auch Gäste aus ferneren Ländern</h3>Was Andreolli aufgefallen ist: „Neben zahlreichen deutschen, österreichischen und italienischen Gästen besuchen heuer auch einige Franzosen und Briten das Balneum“, sagt er. Auch in die Therme Meran kommen immer mehr internationale Touristen. „Gäste sparen heuer häufig bei den Nebenkosten ein“, berichtet Stifter. „Gerne wird das Mittagessen von zu Hause mitgenommen oder auf die Sauna verzichtet.“ Auch die Südtiroler selbst wurden etwas sparsamer: „Im Cron4 ist die Konsumation um rund 30 Prozent zurückgegangen“, stellt Thum fest.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1060728_image" /></div> <BR />„Der Kunde geht heuer definitiv bewusster mit seinem Geld um“, berichtet auch <b>Verena Steinegger</b> (im Bild), Direktorin des <b>Lido Neumarkt</b>. „Häufig kehrt er erst nach dem Mittagessen gegen 15 Uhr ins Freibad ein, um die preisreduzierte Eintrittskarte in Anspruch zu nehmen.“ Geöffnet hat das Lido Neumarkt bereits am 17. Mai, aber „die ersten beiden Monate haben wir komplett verloren“, so Steinegger. Bis zum 8. September gilt es noch ordentlich aufzuholen. Bleibt das Wetter an den kommenden Wochenenden schön sonnig, rechnet die Direktorin samstags und sonntags mit jeweils 2000 Besuchern. Grundsätzlich läuft der Juni aber stets besser als der August. „Zu Beginn des Sommers bringen die Besucher immer reichlich Motivation für die Badesaison mit“, erzählt Steinegger.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1060731_image" /></div> <BR />Etwas ruhiger geht es im <b>Freibad in Prad</b> zu. „An einem guten Wochenende erwarten uns rund 500 Besucher pro Tag“, berichtet dessen Betreiber <b>Andreas Nigg</b>. Mitte Juni öffnete das Freibad in Prad seine Tore – die erste Phase war auch dort etwas problematisch, aber der Juli ist außerordentlich gut verlaufen. „Wir rechnen mit einem Rückgang von 20 Prozent im Vergleich zum Spitzenjahr 2022“, zeigt sich Nigg zufrieden. Dies bedeute, die diesjährige Saison ähnelt dem Vorjahr. Jetzt heißt es noch auf sommerliche Temperaturen und viel Sonne zu hoffen, bevor sich die Saison zu Ende neigt.