Donnerstag, 26. April 2018

So sagen Sie Tigermücken den Kampf an

Die Tigermücke ist zwischen Meran und Salurn zum ungeliebten Dauergast geworden: Um sie einzugrenzen, sollte man mit Vorsorgemaßnahmen bereits im Frühjahr beginnen.

Die Tigermücke ist zum unbeliebten Dauergast geworden. - Foto: lpa
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Die Tigermücke ist zum unbeliebten Dauergast geworden. - Foto: lpa

Das Biologische Labor der Landesumweltagentur beobachtet seit 2013 die Verbreitung der Tigermücke. Dabei zeigt sich deutlich: Die mittlere Anzahl an Eiern in aufgestellten Eiablagefallen hat sich in den letzten 4 Jahren verfünffacht. Immer früher in der Saison werden hohe Besiedelungsdichten erreicht, zudem besteht das Tigermückenproblem bis in den Oktober hinein.

Dabei hat sich das unbeliebte Insekt vom Unterland bis ins Burggrafenamt eingebürgert und sei nicht mehr auszurotten.

Vorsorge beginnt im Frühling

Um einer Tigermückenplage im Spätsommer vorzubeugen und die Übertragung von Viruserkrankungen zu verhindern, muss daher schon jetzt im Frühling mit der Vorsorge begonnen werden. Hinzu kommt, dass die derzeit sommerlichen Temperaturen ideale Voraussetzungen für die Tigermücke bieten. Sie hat den Winter in Form kälteresistenter Eier überdauert, die Larven können sich nun gut entwickeln und demnächst werden erste Tigermücken ausfliegen.

Entwicklung der Insekten im Larvenstadium

„Aus einer einzigen Tigermücke, die im Frühjahr ausschlüpft, können im Laufe der Sommermonate Milliarden von Tigermücken entstehen", erklären die Experten vom Biologischen Landeslabor. Daher gilt es, die Entwicklung der Larven zu erwachsenen, stechenden Tigermücken möglichst zu unterbinden. Nur so könne das Anwachsen der Tigermückenpopulation während der Saison eingeschränkt werden.

Brutstellen sollten daher auf alle Fälle vermieden werden: „Kleine Wasseransammlungen im Freien – sei es im Garten, Hof oder auf dem Balkon – sind zu vermeiden, denn dort legt die Tigermücke ihre Eier ab", erinnert das Biologische Labor. 

Weitere Eierverstecke der Mücke

Die Tigermücke lege ihre Eier in gelagerte Autoreifen, in ein vergessenes Kinderspielzeug, in verstopfte Regenrinnen, in eine nicht regelmäßig geleerte Vogeltränke oder Hundeschüssel, in eine Gießkanne oder auf eine ungespannte Abdeckplane. „Auch Baumhöhlen oder Stammachseln füllen sich nach einem Regenguss mit Wasser und können zur Brutstelle werden", so die Experten. 

Biologische Larvizide bei unvermeidbaren Wasseransammlungen

Überall dort, wo Wasseransammlungen nicht vermieden werden können (zum Beispiel in Straßenabläufen), sind von Mai bis Oktober regelmäßig biologische Larvizide zu verwenden. Dies gilt insbesondere in den Siedlungsräumen von Salurn bis Meran.

Wo Wasseransammlungen nicht vermieden werden können, sind biologische Larvizide zu verwenden. - Foto: lpa 

Damit die Behandlung wirksam ist, müssen die Larvizide im gesamten städtischen Raum gezielt eingesetzt werden. Die Gemeindeverwaltung ist für die Behandlung auf öffentlichen Flächen zuständig, auf privatem Grund müssen sich die Eigentümer selbst kümmern.

stol/lpa

stol