Dienstag, 31. Oktober 2017

So schützen Sie sich vor Einbrechern

Die Zahl der Wohnungseinbrüche steigt jährlich an, daher wird Einbruchsschutz immer gefragter. Vielfach verschaffen sich die Diebe mit einfachsten Mitteln, wie Schraubenzieher und Brechstange, Zugang zu Haus und Wohnung. Viele Einbrüche können vermieden werden, wenn einfache Regeln befolgt würden.

In Mehrfamiliengebäuden sind die Wohnungstüren die am häufigsten genutzte Schwachstelle, um ins Haus einzudringen.
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In Mehrfamiliengebäuden sind die Wohnungstüren die am häufigsten genutzte Schwachstelle, um ins Haus einzudringen.

Spezialwerkzeug ist meistens gar nicht nötig, da die Einbrecher die gängigen Schwachstellen an Häusern und Wohnungen kennen. 

Denn immer noch kommen die meisten Diebe durch ungesicherte Türen und offenstehende Fenster ins Haus. Auch die Erfahrung der Polizei zeigt, dass es sich auszahlt, den Einbrechern das Leben schwer zu machen. Ein professioneller Einbrecher braucht keine 15 Sekunden, um sich Zugang zur Wohnung zu verschaffen. Dauert es erheblich länger, so wird der Versuch abgebrochen, denn die Gefahr erwischt zu werden ist dann zu groß.

Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass Einbrecher bevorzugt in den Nachtstunden zuschlagen. In der Tat findet ein Großteil der Einbrüche tagsüber statt. Auch die sommerliche Urlaubszeit stellt kein erhöhtes Risiko dar. Ein Großteil der Einbrüche finden in der kalten Jahreszeit statt und dies vor allem in den Mehrfamiliengebäuden.

Die Einbrecher-Austricks-Tipps:

  • Lassen Sie Ihre Wertsachen nicht offen herumliegen.Am sichersten sind sie im Schließfach einer Bank. Ihr Haussafe sollte versteckt und gut verankert eingemauert werden.
  • Fertigen Sie eine Liste ihrer Wertsachen mit entsprechenden Farbfotos an und bewahren Sie die Liste sicher auf.
  • Verschließen Sie Fenster- und Balkontüren auch bei kurzer Abwesenheit.Gekippte Fenster sind offene Fenster.
  • Schließen Sie die Haustür ab, auch wenn Sie nur kurz weggehen. Lassen Sie bei einer Tür mit Glasfüllung den Schlüssel nie innen stecken.
  • Verstecken Sie ihre Haustürschlüssel nie draußen – Diebe kennen jedes Versteck.
  • Fragen Sie nach, wenn es geklingelt hat, benützten Sie den Türspion, Sperrbügel oder Kettchen.
  • Zeigen Sie durch tagelang geschlossene Rollläden nicht jedermann, dass sie verreist sind.
  • Verständigen Sie Ihre Nachbarn von Ihrer Abwesenheit.
  • Sorgen Sie dafür, dass der Briefkasten während Ihrer Abwesenheit geleert wird.
  • Teilen Sie nicht über Anrufbeantworter mit, wie lange Sie außer Haus sind.
  • Werden Sie ein Auge auf Fremde, die sich auf Ihrem oder auf dem Nachbargrundstück aufhalten.
  • Installieren Sie im Schlafzimmer ein Telefon (mit eigenem Anschluss) oder halten Sie Ihr Handy griffbereit in Bettnähe (aus Gesundheitsgründen lieber ausgeschaltet).
  • Rufen Sie lieber einmal zu oft die Polizei.
  • Vorsicht bei der Nutzung der sozialen Netzwerke. Durch das Hochladen von Fotos und gut gemeinten Urlaubsgrüßen, geben Sie aller Welt bekannt, dass Sie nicht zu Hause sind.

Hilfreiche Tipps zum Schutz gegen Einbrüche bietet die Broschüre „Sicheres Zuhause – vor Einbruch geschützt“ der Verbraucherzentrale Südtirol (siehe Anlage)

Förderung zum Schutz vor Einbrüchen

Wer innerhalb Jahresende am Gebäude Maßnahmen durchführt, welche dem Einbruchsschutz dienen, wie z.B. eine Alarmanlage einbaut, eine Sicherheitstür oder Fenstergitter anbringt, kann die Kosten zu 50% von der Steuer abziehen. 

stol

stol