Freitag, 02. März 2018

So sicher fühlen sich die Südtiroler

Wie sicher fühlen sich die Südtiroler, wenn sie bei Dunkelheit alleine durch ihr Wohnviertel gehen? Diese und andere Fragen haben das Landesinstitut für Statistik Astat im Jahr 2017 den Bürgern gestellt und am Freitag die Zahlen über das vergangene Jahr vorgestellt.

Wie sicher fühlen sich die Südtiroler bei Dunkelheit alleine auf der Straße?
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Wie sicher fühlen sich die Südtiroler bei Dunkelheit alleine auf der Straße? - Foto: © shutterstock

Auf die Frage „Inwieweit fühlen Sie sich sicher, wenn Sie bei Dunkelheit allein durch die Straßen Ihres Wohnviertels gehen?“ antworten 24,6% der Personen mit „Sehr sicher“ und 48,1% mit „Ziemlich sicher“: Dies geht aus der Mehrzweckerhebung der Haushalte 2017 hervor, bei er Antwort „Sehr sicher“ ein Rückgang von über 8 Prozentpunkten zu verzeichnen im Vergleich zum Jahr 2009.

Frauen fühlen sich unsicher

85,1% der Männer fühlen sich „Sehr sicher“ bzw. „Ziemlich sicher“, wenn sie bei Dunkelheit durch die Straßen ihres Wohnviertels gehen. Der entsprechende Anteil der Frauen liegt mit 60,7% deutlich niedriger.

Bemerkenswert ist beim Punkt „Ich gehe nie allein aus“, dass dies für 6,0% der Frauen zutrifft.

Phänomene Obdachlosigkeit, Prostitution und Vandalismus

Obdachlosigkeit und Vandalismus sind jene Verfallsphänomene, die von der Südtiroler Bevölkerung am häufigsten in ihrem Lebensumfeld wahrgenommen werden. 26,4 Prozent der Personen in den Städten gegenüber nur 8,4 Prozent auf dem Land geben an, „Oft“ oder „Manchmal“ Vandalenakte zu sehen.

Obdachlose oder Personen ohne festen Wohnsitz fallen in den Städten 45,2 Prozent der Personen auf, so Astat. In den Landgemeinden sind die entsprechenden Werte deutlich geringer (6,8 Prozent).

Während in den ländlichen Gebieten Phänomene wie Prostitution, Rauschgift und Drogenhandel kaum wahrgenommen werden, sind diese Erscheinungen in den Städten weitaus häufiger. Dort fallen 8,8 Prozent der Personen „Oft“ oder „Manchmal“ Prostituierte auf.

Südtiroler fühlen sich im Vergleich sicherer

Vergleicht man die Wahrnehmungswerte des Kriminalitätsrisikos in Südtirol mit jenen auf gesamtstaatlicher Ebene, so zeigt sich, dass sie erheblich niedriger sind. Über die Jahre hinweg, mit Ausnahme auch hier des Jahres 2015, bewegen sie sich nämlich um 10 bis 15 Prozent, die nationalen Werte um 30 Prozent. Der letzte verfügbare Wert auf nationaler Ebene ist jener aus dem Jahr 2016, nämlich 38,9 Prozent.

stol

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