Die Einleitung des Bauleitplaneintragungsverfahrens wurde auf Vorschlag von Landesrat Peter Brunner beschlossen. <BR /><BR />Landeshauptmann <b>Arno Kompatscher</b> bekräftigt, dass die Zulaufstrecke im Unterland im Berg verlaufen werde – einige „Fenster“ werde es aber geben – wie in Branzoll. Es brauche Sicherheitsstollen, Fluchstollen und Öffnungen. „Die Züge fahren aber im Berg“, verspricht Kompatscher. <BR /><BR />Wann die Zulaufstrecke im Unterland fertiggestellt wird – dazu will sich der Landeshauptmann nicht hinauslehnen. Deutlich mehr als zehn Jahre wird es dauern, ist sich <b>Martin Ausserdorfer</b>, Direktor der BBT-Beobachtungsstelle, sicher. Allein die Bauzeit werde erfahrungsgemäß bei etwa sieben Jahren liegen. Die Genehmigung inklusive Ausschreibung werde bereits drei bis vier Jahre dauern. Und wann begonnen werde, wisse man jetzt noch gar nicht. Nun seien die Bauleitpläne dran.<BR /><BR />Die Trassenvariante A5 wird auf der orografisch linken Talseite verlaufen (siehe Grafik). <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1217349_image" /></div> <BR /><BR />Ausserdorfer geht davon aus, dass die Kosten für die Zulaufstrecke im Unterland „mit Sicherheit bei zwei Milliarden Euro liegen werden“. Staat und EU sollen die Zulaufstrecke finanzieren. <BR /><BR />1,2 Milliarden Euro kostet die Umfahrung in Bozen. Und für den Brennerbasistunnel rechnet man derzeit mit 10,5 Milliarden Euro an Gesamtkosten. Laut Ausserdorfer wird alles, was die genauen Details im Unterland betrifft, wie das Fenster in Branzoll, erst im Projekt noch definiert werden müssen. „Für die Bauleitplaneintragung wurde das Projekt von 2009 hergenommen. Dieses wird aufgrund der vielen neuen Erkenntnisse, welche wir heute schon haben, mit Sicherheit optimiert und abgeändert werden“, erklärt Ausserdorfer.<BR /><BR />Im Unterland ist man optimistisch – hat aber auch Sorgen. Neumarkts Bürgermeisterin <b>Karin Jost</b> sieht es sehr positiv, dass jetzt endlich die Voraussetzungen geschaffen werden, um die Projektierung für das letzte Baulos in die Wege zu leiten. „Denn sonst kommen die Züge in Branzoll aus dem Berg heraus und fahren dann durchs Tal weiter. Das können wir unseren Nachfahren nicht antun“, warnt Jost.<h3> „Wenn die gesamte Trasse im Berg verläuft, sind wir zufrieden“</h3>Martin Feichter, Bürgermeister von Auer, befürwortet wie Jost die Trasse im Berg. „Wir wollen keine Nachteile durch die Zulaufstrecke – wie eine Großbaustelle. Natürliche Lebensräume sollten nicht beeinträchtigt und eine Belastung fürs Dorf vermieden werden. Die BBT-Zulaufstrecke im Unterland sollte vollständig im Berg verlaufen“, fordert Feichter.<BR /><BR />„Wenn die gesamte Trasse im Berg verläuft, dann sind wir sehr zufrieden, das verlangen wir seit Jahren“, erklärt der Bürgermeister von Montan, <b>Leo Tiefenthaler</b>. Allerdings habe man Angst, dass Quellen ausbleiben könnten. „Wenn Trinkwasser, Löschwasser oder Beregnungswasser ausbleiben, dann verlangen wir einen qualitativ und quantitativ gleichwertigen Ersatz“, so Tiefenthaler. <BR /><BR />Von einem längst überfälligen Schritt spricht <b>Roland Lazzeri</b>, Erster Bürger von Salurn. Wenn man noch weiterdiskutieren würde, käme man bei der Zulaufstrecke nie auf einen grünen Zweig. <BR /><BR />Der Abschnitt in Leifers gehört zur Umfahrung Bozen des BBT. „Wir sind bereits in der Projektierungsphase und somit ein Stück weiter als das Unterland“, sagt Bürgermeister <b>Giovanni Seppi</b>. „Bei uns gab es nie einen Widerstand in puncto Einfügung der Trasse. Wir hatten ja bereits Erfahrung beim Tunnelbau mit den beiden Umfahrungsstraßen.“<BR /><BR />Für Landesrat <b>Peter Brunner</b> ist die rasche Realisierung der Zulaufstrecke „unabdingbar, um die Verlagerung des Verkehrs auf die Schiene schnellstmöglich zu erreichen“. Landesrat <b>Daniel Alfreider</b> meint, die Einleitung des Bauleitplanverfahrens für das Unterland sei ein wichtiger Schritt, der zeige, dass man vorankomme.