Die Vorgaben macht Rom und die Umsetzung erfolgt auch mit Mitteln aus dem staatlichen Wiederaufbaufonds (PNRR). Damit verbunden ist dann auch die zwingende Fertigstellung bis 2026. Vorgesehen ist ein solches Gemeinschaftshaus pro 40.000 bis 50.000 Einwohner. In Südtirol sollen 10 Gemeinschaftshäuser entstehen und zwar in Bozen, Brixen, Bruneck, Klausen, Neumarkt, Leifers, Meran, Naturns, Innichen und Sterzing. Sie werden Sozialdienste und Gesundheitsdienste an einem Ort unterbringen. <h3> Ziel ist die wohnortnahe Versorgung</h3>Diese Gemeinschaftshäuser sollen den Bürgern eine Gesundheitsversorgung ganz in ihrer Nähe bieten und gleichzeitig Südtirols Krankenhäuser entlasten. Man erhofft sich dadurch weniger Krankenhauseinweisungen und vor allen Dingen weniger Betrieb in den Notaufnahmen. Dabei geht es keinesfalls nur um akute Gesundheitsprobleme, sondern ganz besonders auch um die kontinuierliche Betreuung schwer und chronisch erkrankter Personen – und das in direktem Austausch mit dem Referenzkrankenhaus. <BR /><BR />„Man kann sich das vorstellen wie die bisherigen Gesundheitssprengel, aber mit zusätzlichen Fachbereichen“, erklärt Johannes Ortler, Direktor des Amtes für Gesundheitssteuerung. Er betreut die Investitionen im Bereich der Gesundheitsbauten.<h3>Bereitschaftsdienst, Hausärzte und mehr</h3>Direkt im Gemeinschaftshaus (GH) werden neben einem ärztlichen Bereitschaftsdienst also auch die Familienkrankenpflege, außerdem Basisdiagnostikdienste und verschiedene Fachärzte, etwa für die notwendige Behandlung von Patienten mit chronischen Erkrankungen, angesiedelt sein. <BR /><BR />Zudem soll auch die psychologische Betreuung über die Gemeinschaftshäuser erfolgen. Und auch die Zukunftsmusik „Telemedizin“ wird wohl zu einem Großteil über diese Gemeinschaftshäuser laufen. „Auch Hausärzte und Kinderärzte können dort ihre Praxen haben“, sagt Ortler. <h3> In den größeren GH Dienst rund um die Uhr an 7 Tagen</h3>Wahrscheinlich in 5, ganz sicher aber in 3 dieser Gemeinschaftshäuser ist ein Dienst rund um die Uhr vorgesehen. Ganz sicher wird dies laut Amtsdirektor Johannes Ortler in Neumarkt, Meran und Bozen so sein. Die kleineren Gemeinschaftshäuser werden hingegen einen Dienst zwischen 8 und 12 Stunden garantieren. <BR /><BR />Nicht alle dieser 10 Gemeinschaftshäuser müssen dabei neu gebaut werden. „Bei einigen, wie etwa jene von Innichen, Sterzing oder Naturns reichen bauliche Veränderungen an bestehenden Gebäuden“, erklärt Ortler. Komplett neu gebaut wird hingegen in Leifers, dort hat man bereits mit den Aushubarbeiten begonnen. Auch in Meran, Bozen und Bruneck entstehen für die Gemeinschaftshäuser Neubauten. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1041432_image" /></div> <h3> 3 Gemeinschaftsspitäler und WONE </h3>Die wohnortnahe Versorgung soll künftig noch ergänzt werden durch 3 sogenannte Gemeinschaftskrankenhäuser (Bozen mit 40 Betten, Meran und Neumarkt je 20 Betten). Diese sind ausschließlich für jene Personen gedacht, die keine Intensivpflege im Krankenhaus mehr benötigen, aber auch noch nicht nach hause entlassen werden können. „Es handelt sich dabei nicht um Akut- oder Reha-Betten“, erklärt Ortler. <BR /><BR />Letzter Baustein des neuen Gesundheitswesens sind schließlich wohnortnahe Einsatzzentralen (WONE), als Anlaufstelle für ärztliches Personal, um in Absprache die richtige (Nach-)Betreuung für Patienten zu finden, von den Heilbehelfen über Pflege oder auch psychologische Betreuung bereitzustellen. Arbeiten werden in den WONE Krankenpflegekräfte.