<BR /> Hinzu kommen Fördermittel für Hirten, Herdenschutzhunde, Weidezäune und vieles mehr. Insgesamt gibt das Land jährlich knapp zwei Millionen Euro aus, um die Infrastrukturen auf Weideflächen zu erhalten oder zu verbessern. Ein beachtlicher Teil davon fällt auf den Herdenschutz zurück, wie der zuständige Landesrat Luis Walcher (SVP) in seiner Antwort bestätigt. <BR /><BR />„Was Herdenschutzzäune anbelangt, wurden in den Jahren 2018 bis 2024 landesweit 72 Gesuche eingereicht und 366.000 Euro gewährt“, schreibt Walcher. „Seit 2023 wird auch der Ankauf von Weidenetzen auf Heimweiden gefördert. Hier haben wir in den letzten beiden Jahren 109.200 Euro bereitgestellt.“ Abgesehen davon seien von 2018 bis 2024 weitere 372.000 Euro in anderweitige Projekte geflossen, die ebenso eine gute Weideführung fördern sollen. <h3> Große Summen auch in Nordtirol</h3> Zum Vergleich ein Blick in den Norden, wo sich ein ähnliches Bild widerspiegelt: Laut Recherchen des Nachrichtenportals „ServusTV“ hat das Land Tirol in den vergangenen fünf Jahren 1,5 Millionen Euro für den Herdenschutz ausgegeben. <BR /><BR />„Abgesehen von den großen Problemen für die Berglandwirtschaft: Die Kosten, die uns eine Hand voll Wölfe bereiten, sind enorm“, resümiert Andreas Leiter Reber. „Wir müssen endlich eine gesellschaftliche Debatte darüber eröffnen, ob dieser riesige Aufwand und diese Geldmittel gerechtfertigt sind oder nicht.“ Er persönlich halte die Ansiedlung von Großraubwild in Südtirol für zu schwierig und problematisch.