Im vergangenen Jahr gab es in unserem Land insgesamt 76 Vermisstenmeldungen. Davon konnten immerhin 52 lebend gefunden werden – oder sind von selbst wieder aufgetaucht. Für 3 Personen kam allerdings jede Hilfe zu spät, sie wurden tot geborgen. <BR /><BR />Von 21 Bürgern fehlte am Ende des Jahres jede Spur. Dies geht aus dem Jahresbericht der Sonderkommissarin für vermisste Personen, Maria Luisa Pellizzari hervor.<BR /><BR />Laut dem Jahresbericht der Sonderkommissarin sind in Italien im vergangenen Jahr 29.315 Menschen in Italien als vermisst gemeldet worden – das sind immerhin 80 pro Tag. Weniger als die Hälfte davon wurde gefunden – 14.159. Weiterhin verschwunden blieben 15.156. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1017285_image" /></div> <BR /><BR /><BR />Ein Blick auf die Statistik in der Region Trentino-Südtirol zeigt: Im Trentino sind deutlich mehr Vermissten-Anzeigen gemacht worden: 135 – gegenüber 76 in Südtirol. Im Trentino konnten dann aber 101 Bürger lebend gefunden werden, 34 sind hingegen wie vom Erdboden verschluckt.<h3> Männer verschwinden häufiger als Frauen</h3>Männer wurden in der Region Trentino-Südtirol deutlich häufiger als vermisst gemeldet als Frauen: Bei 211 Anzeigen wurden 132 Männer als abgängig gemeldet – und 79 Frauen. 4 von 10 Vermissten sind ausländische Staatsbürger. Ausländer zählen somit gemessen an ihrem Bevölkerungsanteil von etwa 10 Prozent in Südtirol relativ häufig zu den Vermissten, was aber nicht verwundert aufgrund des hohen Touristenaufkommens.<BR /><BR />Man würde meinen, dass die Vermissten vor allem ältere Menschen sind, doch in sehr vielen Fällen sind es Minderjährige: Ihr Anteil liegt in der Region bei 51,7 Prozent. Die 18- bis 65-Jährigen kommen auf einen Anteil von 41,2 Prozent. Und die über 65-Jährigen machen dann noch bescheidene 7,1 Prozent aus. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1017288_image" /></div> <BR /><BR />Zum Vergleich: Auf gesamtstaatlicher Ebene liegt der Anteil der minderjährigen Vermissten sogar bei 75 Prozent, die über 65-Jährigen kommen nur auf 3,4 Prozent. <BR /><BR />Wirft man in Italien einen Blick auf die Zahl der spurlos verschwundenen Menschen seit dem Jahr 1974, so zeigt sich eine beunruhigende Kurve nach oben: Von 2010 bis 2016 war bereits ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen, ab 2016 gingen die Zahlen dann zurück und seit 2019 steigen sie italienweit wieder stark an – auch bei den Minderjährigen.<BR /><BR />Der Bericht der Sonderkommissarin fördert auch zutage, dass staatsweit, wenn Ausländer verschwinden, es fast immer Minderjährige sind – in 89 Prozent der Fälle. Sehr oft sind es 17-Jährige (35 Prozent). Im Sonderbericht wird davon ausgegangen, dass bei den Ausländern das Verschwinden zu 88 Prozent freiwillig erfolgt.<BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR />