Dienstag, 15. Oktober 2019

Sohn soll Mutter in Brunnen ertränkt haben – aus Habgier

Wegen Erbstreitigkeiten soll ein Mann im Münsterland (Nordrhein-Westfalen) seine Mutter in einem Brunnen ertränkt haben. Ein Richter hat Haftbefehl wegen Mordes erlassen, wie die Polizei Münster am Dienstag mitteilte.

Die Polizei hatte den Sohn der Getöteten bereits kurz nach der Tat Ende Juni festgenommen, dann aber wieder freigelassen, damals noch aus Mangel an Beweisen.
Die Polizei hatte den Sohn der Getöteten bereits kurz nach der Tat Ende Juni festgenommen, dann aber wieder freigelassen, damals noch aus Mangel an Beweisen. - Foto: © APA/dpa / Boris Roessler

Die Tote war bereits Ende Juni entdeckt worden, kurze Zeit später hatte man den Sohn erstmals festgenommen – aus Mangel an Beweise aber wieder frei gelassen.

In der Nacht zum Dienstag wurde der 55-Jährige erneut von der Polizei festgenommen. „Dem Mann aus Neuenkirchen wird zur Last gelegt, in den späten Abendstunden des 25. Juni seine Mutter an einem Gurt und einer im Brunnen stehenden Leiter herabgelassen und in dem zwei Meter tiefen Wasser des Brunnens ertrinken lassen zu haben“, sagte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt der Mitteilung zufolge.

Die Ermittler sind sicher, dass der 55-Jährige seine 79 Jahre alte Mutter außerhalb des Brunnens niedergeschlagen hatte. Hilflos habe er sie dann in den Brunnen gelegt. „Hintergründe der Tat dürften nach den Erkenntnissen der Polizei in Erbauseinandersetzungen mit der Mutter begründet sein“, hieß es in der Mitteilung. Die 79-Jährige habe wohl geplant, Großteile ihres Grundbesitzes – eines Baum- und Gartenbetriebes – zu verkaufen. Der 55-Jährige schweigt bisher zu den Vorwürfen.

dpa

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