Die Gräben, die unterhalb der Wetterspitze ins Tal führen, gelten als bekannte Gefahrenzone in Ridnaun. Das bestätigt auch Bürgermeister Sebastian Helfer.<BR /><BR /><embed id="dtext86-64641561_quote" /><BR /><BR /> „Der Fels ist in diesem Bereich sehr brüchig, deshalb hat es schon in der Vergangenheit immer wieder Steinschläge gegeben. Meistens geht es nach der Schneeschmelze los“, berichtet er.<h3> Wanderweg zur Sicherheit gesperrt</h3>Zuletzt gingen vermehrt Felsstürze nieder, seit einiger Zeit laut Augenzeugen fast täglich. Helfer hat deshalb bereits vor einigen Wochen einen sonst viel frequentierten Wanderweg im Tal aus Sicherheitsgründen sperren lassen. <BR /><BR />Ein Augenzeuge hat am Sonntag einen massiven Felssturz mit dem Handy gefilmt. Darauf ist zu sehen, wie Gesteinsmassen, auch größere Felsbrocken, ins Tal donnern. <BR /><BR /> <video-jw video-id="Z6QKPVIK"></video-jw> <BR /><BR />„Die Steine bleiben entweder auf den Feldern am Ende des Hanges liegen oder sie stürzen in den Bach“, sagt Helfer. Auf den Feldern liegen unter anderem auch Gesteinsbrocken, die auf größere Steinschläge in den 1970er-Jahre zurückgehen sollen. <h3> Nur ein bewohntes Haus in der näheren Umgebung </h3>In der Gefahrenzone liegt kein bewohntes Gebiet, lediglich ein Wohnhaus befindet sich in der Nähe. Bislang war es aber immer sicher. Das Landesamt für Geologie hat an den Gräben laut Helfer in der Vergangenheit schon viele Lokalaugenscheine vorgenommen. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1025823_image" /></div> <h3> Landesamt um Lokalaugenschein gebeten</h3>Nach dem Steinschlag am Sonntag hat der Bürgermeister das Amt gestern gebeten, zur Sicherheit einen weiteren Hubschrauberrundflug zu unternehmen, um die Lage an den Gräben zu begutachten.<h3> Im Frühjahr größeres Risiko für Felsstürze</h3>Im Frühjahr kommt es vermehrt zu Felsstürzen in den Bergen, weil das Tauwetter nach dem Winter die Felsen lockert. Der Wechsel zwischen Frost und Tau löst Gesteinsablagerungen und kann die Stabilität der Felswände beeinträchtigen, weshalb Steinschläge öfter vorkommen.