Mittwoch, 12. August 2015

Soldatenleiche aus dem Ersten Weltkrieg im Trentino geborgen

Die Leiche eines Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg ist aus einem Gletscher auf der Punta San Matteo im Nationalpark Stilfser Joch unweit des Gaviapasses auf einer Höhe von 3.100 Meter geborgen worden. Die Punta San Matteo liegt genau an der Grenze zwischen den Provinzen Trient und Sondrio.

Der Gletscher der Punta San Matteo hat die Leiche eines Soldaten des Ersten Weltkrieges freigegeben. (Foto: Wikimedia/Svíčková)
Der Gletscher der Punta San Matteo hat die Leiche eines Soldaten des Ersten Weltkrieges freigegeben. (Foto: Wikimedia/Svíčková)

Die Knochen tauchten auf, nachdem die Gletscher wegen der Hitzewelle der vergangenen Wochen teilweise geschmolzen sind, berichtete die italienische Nachrichtenagentur AGI am Mittwoch.

Experten vermuten, dass der österreichisch-ungarische Soldat bei der sogenannten Schlacht von San Matteo im September 1918 ums Leben gekommen sei.

Der Kampf von San Matteo gilt als „höchste Schlacht der Geschichte“, da sie auf 3.684 Meter Höhe stattfand. An diesem kalten Tag hatten die Österreicher eine Gebirgsspitze zurückerobert.

Der Soldat soll auf dem Friedhof von San Rocco im Trentino beerdigt werden, wo österreichisch-ungarische Soldaten ruhen.

apa

stol