Mittwoch, 06. Juni 2018

Solidaritätsaktion „Sewing Hope“: Südtirol zeigt Herz

„Wir haben nicht alle Laschen gezählt, wir wissen aber, dass unsere Laschen insgesamt 38.634 Gramm wiegen und dass 800 Laschen ziemlich genau 250 Gramm wiegen“, sagte Ulrike Oberhammer, Präsidentin des Landesbeirats für Chancengleichheit, bei der Abschlussveranstaltung der Aktion „Sewing Hope“ am Mittwoch, die traumatisierten Mädchen in Uganda Hoffnung gibt. Daraus ergibt sich, dass die Südtiroler in den vergangenen Monaten 122.752 Laschen für den guten Zweck gesammelt haben.

122.752 Laschen wurden in Südtirol gesammelt. - Foto: DLife
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122.752 Laschen wurden in Südtirol gesammelt. - Foto: DLife

„Und da wir im Büro noch nicht gar alle bekommen haben, bin ich zuversichtlich, dass wir die 125.000 erreichen“, sagte Oberhammer. Gestartet wurde die Sammelaktion im Oktober, unterstützt wird damit die Schwester Rosemary Nyirumbe, mit ihrem Projekt „Sewing Hope - Hoffnung nähen“ von Krieg und Gewalt traumatisierten Mädchen in Uganda Hoffnung gibt. (STOL hat berichtet)

Aus Laschen entstehen Taschen

Die jungen Frauen lernen, aus den Laschen von Getränkedosen Taschen zu nähen, diese werden dann weltweit verkauft - über ein amerikanisches Onlineportal oder direkt bei Nyirumbe. „Geht man davon aus, dass eine kleine Tasche für 35 Dollar verkauft wird, haben wir hier heute Rohmaterial im Wert von 11.200 Euro liegen“, erklärte Oberhammer.

Ein Beispiel einer Tasche, die aus Laschen gefertigt wurde. - Foto: DLife

„Vielen Dank an alle für das Mitmachen, wir sind eine tolle Gemeinschaft und können mit dieser Unterstützung wirklich Hoffnung und vor allem auch Selbstwertgefühl und neuen Lebensmut schenken“, sagte Martha Stocker, Landesrätin für Chancengleichheit.

Südtirol hat Herz gezeigt

Mit dieser Aktion habe Südtirol wieder einmal viel Herz gezeigt. „Schwester Rosemary ist eine Frau, die tatsächlich dazu imstande ist, etwas zu bewegen“, betonte sie. „Wir können hier durch eine kleine Geste Sinn stiften und Menschen helfen, denen es nicht so gut geht wie uns“, sagte auch Joachim Reinalter, Vizepräsident des Gemeindenverbandes.

Der Gemeindenverband und auch viele Gemeinden waren von Anfang an mit an Bord

In den Rathäusern wurde genauso gesammelt wie in Schulklassen, Kindergärten, Kitas und Unternehmen. Als besonders gute Sammelstelle haben sich auch Würstelstände entpuppt, hier werden offenbar mehr Getränke in Dosen konsumiert als anderswo. Der Logistik-Projektpartner Brigl wird nun für den Transport der Laschen nach Uganda sorgen, „und wir hoffen, dass uns Schwester Rosemary bei ihrem nächsten Besuch dann schon Taschen made in Südtirol mitbringen kann“, sagte Oberhammer.

Die Laschensammlung geht indes weiter, aufgrund der großen Teilnahmebereitschaft hat der Landesbeirat beschlossen, die Aktion bis zum 31. Dezember fortzusetzen. Gesammelt werden weiterhin ausschließlich Laschen von Getränkedosen. 

ansa/lpa/stol

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