Mittwoch, 29. Mai 2019

Solland Silicon: Zusagen wurden nicht eingehalten

Landeshauptmann Arno Kompatscher stellt im Zusammenhang mit dem Silizumwerk Solland Sillicon klar, dass bisher von Landesseite alle bisher nötigen Schritte mitgetragen wurden.

Der Landeshauptmann erinnert zudem daran, dass im Fall des Sinicher Siliziumwerkes die Unternehmensgruppe aus Katar nicht die erste sei, die bereits gemachte Zusagen nicht einhält.
Badge Local
Der Landeshauptmann erinnert zudem daran, dass im Fall des Sinicher Siliziumwerkes die Unternehmensgruppe aus Katar nicht die erste sei, die bereits gemachte Zusagen nicht einhält. - Foto: © D

„Das Unternehmen aus Katar, das bei der Versteigerung der Solland Silicon in Sinich bei Meran als Gewinner hervorgegangen ist, hat seine Versprechen nicht eingehalten", erklärt der Landeshauptmann. Wie bekannt, hatte Konkursrichterin Francesca Bortolotti am vergangenen Samstag eine Verlängerung der abgelaufenen Zahlungsfrist abgelehnt. Damit war das Kaufangebot der katarischen Interessenten verfallen. In einem Schreiben an die Konkursrichterin hatten die Bieter, entgegen anderslautender Medienberichte, angegeben, die Kosten für die Aufrechterhaltung der Sicherheit im Monat der Verlängerungsfrist lediglich vorwegzunehmen, aber nicht vollständig zu übernehmen. Dies hätte bedeutet, dass das Land Südtirol weiterhin für die Sicherheitskosten aufkommen hätte müssen.

„Ausgaben dürfen nicht weiter zu Lasten aller Steuerzahler gehen"

„Das Land hat aufgrund der dringenden Notwendigkeit in den vergangenen zweieinhalb Jahren die anfallenden Sicherheitskosten in Höhe von 20 Millionen Euro übernommen. Nachdem ein Käufer gefunden ist, muss dieser diese Ausgaben übernehmen, sie dürfen nicht weiter zu Lasten aller Steuerzahler gehen", erklärt Kompatscher.

Der Landeshauptmann erinnert zudem daran, dass im Fall des Sinicher Siliziumwerkes die Unternehmensgruppe aus Katar nicht die erste sei, die bereits gemachte Zusagen nicht einhält.

lpa/stol

stol