Mittwoch, 20. März 2019

Solland Silicon: Zuschlag für Unternehmen in Katar

Nach langem Suchen wurde endlich ein Käufer für das Siliziumwerk Solland Silicon in Sinich gefunden: Der Zuschlag ging an den einzigen Mitbietenden, ein Unternehmen im Industriesektor mit Hauptsitz in Katar.

Es ist vollbracht: Das Siliziumwerk Solland Silicon wurde verkauft.
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Es ist vollbracht: Das Siliziumwerk Solland Silicon wurde verkauft. - Foto: © D

Das bestätigte Konkursrichterin Francesca Bortolotti am Mittwoch.

Das Werk ging für 5.001.000 Euro über den Tisch, eine Summe, die weit unter dem anfänglichen Kaufpreis von 29 Millionen Euro liegt. Die Kaution, so berichtet Bortolotti, wurde bereits bezahlt. Solland Silicon wird 60 Tage nach dem Zuschlag bei vorheriger Bezahlung des vollständigen Kaufpreises übergeben.

Das Siliziumwerk war Ende 2016 in Konkurs gegangen, lange war die Zukunft des Betriebs ungewiss. 6 Versteigerungen blieben ohne Ergebnis, erst bei der siebten fand sich endlich ein Angebot.

AGB: „Große Genugtuung“

Eine Entwicklung, die auch den Allgemeinen Gewerkschaftsbund AGB freut: „Es ist ein großer Erfolg und eine große Genugtuung, dass wir alle Arbeitsplätze des Unternehmens Solland Silicon retten konnten, und demnächst sogar Neueinstellungen vorgenommen werden könnten“, erklärte Stefano Parrichini, Generalsekretär der Fachgewerkschaft für den Energie- und Chemiebereich des AGB/CGIL.

„Der positive Ausgang dieser Angelegenheit ist ein Erfolg für all jene, die daran geglaubt haben, dass der Industriebetrieb Solland Silicon in Sinich, der derzeit 80 Beschäftigte zählt, eine Zukunft hat und die Qualität der hier gefertigten elektronischen Bestandeile international konkurrenzfähig ist“, fügt Parrichini hinzu.

stol

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