Montag, 17. Dezember 2018

Somalier in Italien wegen Aufhetzung zu Terrorismus festgenommen

Die italienische Polizei hat nach dem Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Straßburg am Dienstag einen mutmaßlichen somalischen Terroristen in Bari festgenommen. Dem 20-Jährigen wird Terrorismus und Aufhetzung zu Terrorismus im Internet vorgeworfen. Die Festnahme erfolgte am Donnerstag, wurde jedoch erst bei einer Pressekonferenz am Montag in Bari bekanntgegeben, berichteten italienische Medien.

Der Somalier wollten laut den Ermittlern Bari verlassen, um Weihnachten in Rom zu verbringen, wie aus abgehörten Telefongesprächen hervorging.
Der Somalier wollten laut den Ermittlern Bari verlassen, um Weihnachten in Rom zu verbringen, wie aus abgehörten Telefongesprächen hervorging. - Foto: © shutterstock

Der Somalier pflegte laut den Ermittlern Kontakten zu einer IS-Zelle in Somalia. Im Internet hatte er nach dem Anschlag in Straßburg gejubelt. „Wer Christen, die Feinde Allahs, tötet, ist unser Bruder. Unabhängig davon, woher er kommt: Wer Christen ermordet, ist unserer Bruder“, hatte der Mann laut den Ermittlern den Anschlag in Straßburg mit fünf Todesopfern kommentiert.

Der Somalier wollten laut den Ermittlern Bari verlassen, um Weihnachten in Rom zu verbringen, wie aus abgehörten Telefongesprächen hervorging. Im Internet hatte er einige Bilder des Vatikans heruntergeladen. Nicht ausgeschlossen wird von den Ermittlern, dass er Anschläge auf Kirchen plante.

Der italienische Innenminister Matteo Salvini hatte vergangene Woche die sofortige Festnahme von Fundamentalisten gefordert, die im Internet wegen des Anschlags in der französischen Stadt jubeln.

apa

stol