Blut rettet Leben, doch im Sommer werden die Vorräte vielerorts knapp. Zum einen bleiben nicht nur Blutspendetermine durch die laufende Urlaubszeit unbesetzt, zum anderen steigt der Bedarf an Blutkonserven.<BR /><BR /> Der Grund für Letzteres: Unfälle im Reiseverkehr und bei Freizeitaktivitäten. Mehrere österreichische Bundesländer schlagen daher bereits wegen schwindender Blutreserven Alarm und rufen die Bevölkerung zur Spende auf. Gleichzeitig stellt das West-Nil-Virus Blutbanken in seiner Hauptsaison zwischen Juli und Dezember vor zusätzliche Herausforderungen. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1351437_image" /></div> <BR /> Wie die Vereinigung der freiwilligen Blutspender AVIS gegenüber s+ mitteilt, wirkt sich das Virus auch in Südtirol auf die Blutversorgung aus. Eine Infektion verläuft in rund 80 Prozent der Fälle asymptomatisch oder mit grippeähnlichen Beschwerden. Um eine Übertragung des Virus zu verhindern, wird das gespendete Blut daher vorab untersucht.<BR /><BR /> Zusätzlich gilt für Personen, die sich in Staaten, Städten oder Provinzen aufgehalten haben, in denen das West-Nil-Virus nachgewiesen wurde, nach der Rückkehr eine 28-tägige Sperre. Betroffen sind derzeit fast 100 Gebiete in zwölf Ländern. Nicht zuletzt befinden sich darunter auch beliebte Reisedestinationen wie Sardinien, Neapel oder Rom sowie verschiedene Gebiete in Spanien, Frankreich oder auch Griechenland.<BR /><BR />Spender, die eigentlich zur Blut- oder Plasmaspende bereit gewesen wären, fallen vorübergehend durchs Raster. Immer wieder müssen deshalb spendenbereite Menschen aufgrund der geltenden Sperrfristen abgewiesen werden. Hinzu kommt: Blutkonserven sind nicht unbegrenzt haltbar. Umso wichtiger ist es, dass die Bestände laufend aufgefüllt werden.<h3> Südtirols Blutbanken noch gut gefüllt</h3> Von einem Engpass kann hierzulande derzeit dennoch keine Rede sein. Die Reserven seien jedenfalls ausreichend, heißt es vonseiten der AVIS. Bei Bedarf könnten sogar andere Regionen Italiens mit Blutkonserven unterstützt werden. <BR /><BR />Dennoch sei es gerade jetzt wichtig, dass jene Südtiroler, die spenden dürfen, ihre Ärmel hochkrempeln. Die Bereitschaft dazu sei glücklicherweise hoch.