Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen, aber voraussichtlich werden in Südtirol auch über den Sommer Kinder und Jugendliche, die Sommerbetreuungsprojekte oder Ferienlager besuchen, weiter getestet. <BR /><BR /><BR /><BR /> „Für die klassische Sommerbetreuung, wo die Kinder täglich gebracht und geholt werden, sieht die aktuell gültige staatliche Norm keine Tests vor“, sagt Landesrätin Waltraud Deeg. In der staatlichen Norm sei – wie bereits voriges Jahr – die Empfehlung verankert, die Projekte so weit als möglich im Freien zu veranstalten. Was natürlich immer gilt, sind die AHA-Regeln: Abstand, Handhygiene, Schutz der Atemwege. <BR /><BR />Die Soziallandesrätin ist für die Sommerbetreuungsprojekte für Menschen mit Beeinträchtigung und Kinder und Jugendliche zuständig. „Wir sind mit den Sanitätsbehörden in Kontakt. Voriges Jahr gab es noch keine Möglichkeit zu testen, trotzdem gab es bei 71.000 eingeschriebenen Kindern in der Sommerbetreuung keinen einzigen positiven Fall“, berichtet sie. <BR /><BR /><b>Neue Testmöglichkeiten</b><BR /><BR />Jetzt aber, wo die Testmöglichkeiten bestünden, sie schmerzfrei und flexibel sind, denke man darüber nach, Nasenflügeltests durchzuführen, auch wenn sie vom Staat nicht verpflichtend vorgesehen sind. Sie geht davon aus, dass diese selbstverständlich von der öffentlichen Hand zur Verfügung gestellt werden.Es sei wohl im Interesse aller, die Kinder und Jugendlichen auch über die Sommermonate unter Kontrolle zu halten. Die Nasenflügeltests wurden in einer Erläuterung, unterzeichnet von den 3 Landesräten für Jugendarbeit, am 12. Mai den anderen zertifizierten Tests gleichgestellt. <BR /><BR />„Einige Organisationen haben schon signalisiert, dass sie bereit sind, nach einer Einschulung selbst die Tests durchzuführen. Das Weiße Kreuz hat auch die Bereitschaft bekundet, uns zu unterstützen, des weiteren gibt es die Teststationen in den meisten Gemeinden, die man ebenfalls einbeziehen kann“, sagt Waltraud Deeg. <BR /><BR /><b>Gruppe bleibt unter sich</b><BR /><BR /><BR />Keine Diskussion über die Testpflicht gibt es hingegen bei Ferienlagern oder Projekten mit Übernachtung. „Ist die Gruppe stabil und hat sie keine Außenkontakte, ist ein Test vor dem Start verpflichtend“, sagt Landesrat Philipp Achammer. In der entsprechenden Norm vom vergangenen Jahr sei von PCR-Test die Rede, aber heuer werde ein Nasenflügeltest anerkannt. „So kurz wie möglich vor Beginn der Ferienwoche, vielleicht sogar alle gemeinsam an einer Teststation“, sagt Achammer. Wie das genau organisiert werde, stehe noch nicht fest. „Aber wir sind in ständigem Austausch und im Gespräch mit den Organisationen, die solche Projekte oder Ferienwochen organisieren“, sagt Achammer. <BR /><BR />Während der Ferienwoche seien keine Tests vorgesehen, wenn die Gruppe konstant bleibe. „Ändert sich die Gruppenzusammensetzung, peilen wir an, einen Nasenflügeltest durchzuführen, um kein Risiko einzugehen“, sagt Achammer.<BR />