Einschlägige Kommentare betroffener Eltern im Netz zeigen: Vielerorts gibt es „keine Infos, keine Termine“, sind „Planungen blockiert“, „dauert es noch“, „sucht man nach Lösungen“. Andernorts laufen Anmeldungen schon oder gibt es zumindest Termine – auch für Click-Days. Und die Unsicherheit, ob man den begehrten Platz im Sommerprojekt tatsächlich bekommt, ist auch nicht verschwunden. <BR /><BR />„Das System ist weiterhin instabil“, ärgert sich Ladurner: „Es ist schade, dass es in den vergangenen Wochen nur um die Finanzierung gegangen ist und sich keiner gefragt hat, wie man für die Eltern landesweit ein stabiles Angebot bieten kann.“<BR /><BR />Im Gegenteil, die Unsicherheiten der vergangenen Wochen hätten sich auf die Eltern übertragen „und die machen sich jetzt erst recht Sorgen, ob sie einen Betreuungsplatz für die Kinder bekommen.“<BR />Im allerbesten der Fälle, so Ladurner, hätten die neuen Kriterien dazu geführt, dass in der eigenen Gemeinde das Angebot verlängert wurde. Denn aktuell gebe es nur mehr ab einer Laufzeit von mindestens sechs Wochen für ein Sommerprojekt eine Finanzierung vom Land. Ansonsten habe sich aber für die Eltern nichts geändert: „Wir haben das gleiche instabile System wie vorher“, sagt Christa Ladurner resigniert.<BR /><BR />Dabei hatte alles so viel versprechend begonnen: Vor elf Monaten hatte Bildungslandesrat Philipp Achammer angekündigt, die Sommerbetreuung für die Kleinen landesweit einheitlich zu einem stabilen Angebot koordinieren zu wollen – mit einer einfachen Anmeldung über den Kindergarten – und ohne Click-Day. Eltern atmeten auf und hofften für heuer auf eine entspannte Betreuungsplanung. <BR /><BR />Das Thema wanderte vom Ressort Achammer ins Ressort von Landesrätin Rosmarie Pamer – und die Stoßrichtung verlagerte sich hin zu veränderten Finanzierungskriterien. Gegen den ersten Vorschlag der Familienagentur liefen die externen Anbieter Sturm, erste Anpassungen wurden angekündigt. Weil der Druck gerade aus Meran und Bozen nicht abnahm, zogen schließlich Mitglieder der Landesregierung die Reißleine und der Entwurf musste noch einmal überarbeitet werden. <BR /><BR />Damit stehen die tatsächlichen finanziellen Rahmenbedingungen, unter denen Gemeinden und externe Anbieter heuer arbeiten müssen, erst seit Montag vergangener Woche fest. Und so sind einige Anbieter jetzt – Mitte Jänner – noch am letzten Rechnen. <BR /><BR />„Für uns als Anbieter war die Planung mehr als ein wilder Ritt“, schreibt der Jugenddienst Unteres Pustertal auf einer facebook-Seite – und dürfte damit vielen anderen aus der Seele sprechen.