Es wird keinen Rückgang der Sommerbetreuungsprojekte geben, hat Landesrätin Rosmarie Pamer versprochen. Doch kurz vor Jahresende gibt es noch jede Menge Unsicherheiten, dabei müssten die Projekte eigentlich schon stehen, damit rechtzeitig mit den Anmeldungen gestartet werden kann. In Meran ist man davon meilenweit entfernt, es droht eine Katastrophe. Über ein Dutzend Jugend- und Sozialvereine haben dort bislang für ein facettenreiches Angebot gesorgt. Stand jetzt gibt es nur mehr einen Projektträger, „und das auch nur, weil dieser Eigenmittel zuschießen kann“, weiß Zeller. <BR /><BR />„Hier muss die Landesregierung nachjustieren. Es kann nicht sein, dass das Land auf einem Topf voll Geld sitzt, und bei den Trägern scheint dies nicht ankommen zu können“, wundert sie sich. Sie würde sich jedenfalls wünschen, „man würde sich mehr Zeit lassen und die neuen Kriterien noch einmal ein Jahr aussetzen, damit sich alle alles noch einmal durchrechnen können.“<BR /><BR />Das sieht auch Tanja Moser, Familienreferentin in der Gemeinde Barbian so: „Der zeitliche Rahmen passt nicht“, findet sie. Normalerweise würde sie jetzt vor Weihnachten den Eltern bezüglich der Sommerprojekte alle Infos zukommen lassen. Heuer kann sie das nicht, denn noch ist man mit den potenziellen externen Trägern noch am Verhandeln.<BR /><BR />Ein Knackpunkt: Die Verpflegungspauschale von – bereits nachgebesserten fünf Euro. „Damit lassen sich nicht Lebensmittel und Köchin bezahlen. Die restlichen Kosten werden wohl wir als Gemeinde übernehmen müssen“, sagt Moser. Finanzierungsprobleme gibt es aber auch bei den projekten für die Mittelschulkinder. <BR /><BR />„Auch diese Projekte sind noch nicht fix“, so Moser. Hier ist insbesondere die Wochenpauschale von 350 Euro pro Gruppe das Problem: Damit ein ansprechendes Angebot zu finanzieren, sei nicht so einfach. Schließlich, so Moser, sollen die Sommerwochen „den Kindern Spaß und Abwechslung bieten“.<BR /><BR />Zuschießen wird wohl auch die Gemeinde Vahrn müssen. „Der externe Träger möchte den Elterntarif von bislang 50 Euro auf 70 oder gar 80 Euro erhöhen, um kostendeckend arbeiten zu können. <BR /><BR />Eine Erhöhung der Kosten für die Eltern um 40 oder 50 Prozent ist uns als Gemeine aber zu viel“, sagt Bürgermeister Andreas Schatzer. Und so wird man wohl in den Gemeindesäckel greifen. Ganz anders die Situation in St. Lorenzen: „Unser externer Träger hat sogar angekündigt, nun die Elterntarife senken zu wollen“, erzählt Bürgermeister Martin Ausserdorfer. Damit, davon geht er aus, werde der Träger dann schon alle Kosten decken können. Wenn nicht, „dann werden wir, was es braucht, querschießen“. Ausreichende Sommerbetreuungsangebot seien für die Bürger schließlich unerlässlich.