Nachgebessert wird auch bei der Wochenpauschale pro Gruppe, zumindest für Projekte für Schulkinder: Hier steigt der Betrag, der abgesehen von Verpflegung und Personalkosten alle anderen Kosten der Ferienbetreuung abdecken muss, von 250 auf nun 350 Euro pro Gruppe (acht Kinder). Für Projekte, die sich an Kindergartenkinder richten, bleibt er bei 250 Euro. Hier sind allerdings auch die Gruppengrößen kleiner: 6 Kinder. <BR /><BR />Die dritte und letzte Anpassung betrifft die Zeit, die für die pädagogische Leitung pro Kind und Woche in Rechnung gestellt werden kann: statt wie bisher 30 Minuten soll es eine Stunde sein. Allerdings wiederum nur für die Schulprojekte. <BR /><BR />Damit habe man auf die Rückmeldungen der externen Anbieter reagiert, erklärt Pamer – und stecke insgesamt zusätzliche fünf Millionen Euro in die Finanzierung der Sommerprojekte. <BR /><BR />Die Begeisterung bei den Anbietern hält sich jedoch in Grenzen, allgemeiner Tenor: besser als nichts, aber nicht ausrechend. Die Kritik ist dabei vielfältig. Bei den Jugenddiensten sorgt man sich insbesondere um die Angebote für Mittelschulkinder. „Jugendliche in diesem Alter kann man nicht fünf Tage die Woche an einem Ort mit Spielen beschäftigen“, meint Plank. <BR /><BR />Man müsse mit ihnen etwas unternehmen, und damit würden Eintritte und/oder Fahrtspesen fällig. „Solche Kosten sehen wir auch mit den Anpassungen noch nicht gedeckt“, sagt Plank. Lege man die Kosten auf die Elternbeiträge um, bestehe die Gefahr, dass gerade Kinder aus sozial schwachen Familien nicht eingeschrieben und in den Ferien sich selbst überlassen würden. „Dabei spielt hier der Aspekt der Prävention eine entscheidende Rolle, der aber von der Politik nicht ausreichend beachtet wird“, so Plank.<BR /><BR />Auch Wolfram Nothdurfter, Präsident von netz|Offene Jugendarbeit, bleibt skeptisch, zumal die Anpassungen „keine wesentlichen Änderungen“ bringe. Das Konzept sei nicht gut durchdacht, die Anregungen der Träger nicht aufgenommen worden und herausgekommen seien Richtlinien, „die möglicherweise niemanden glücklich machen“. Insbesondere weist er darauf hin, dass die Deckelung der vorgeschriebenen Lohnkosten von 22 Euro für Betreuungspersonal und 30 Euro für pädagogisch qualifiziertes Personal trotz Kritik nicht aufgehoben oder angepasst werde.