Dank Oberschülern und Studenten hält sich der Personalmangel bei vielen Anbietern aber letztlich in Grenzen. Es sei jedes Jahr schwierig, neue Mitarbeiter zu finden, aber zum guten Schluss sei man startbereit und das Personal eingeschult, sagt Hildegard Felder, Vizeobfrau der Sozialgenossenschaft „Kinderfreunde“. „Es geht sich aus.“ <BR /><BR />Maturanten und Unistudenten arbeiten bei ihnen, aber auch Praktikanten, „um ein bisschen hineinzuschnuppern“. Des Weiteren gebe es u. a. fixe Betreuer, die im Winter die Nachmittagsbetreuung und im Sommer die Sommerbetreuung übernehmen würden. <BR /><BR /> Beim Verein „Kinderwelt“ sind laut Präsidentin Martina Ladurner noch nicht alle Stellen besetzt. Gerade für Orte, die nicht in der Nähe der Ballungszentren sind, sei es schwierig, Mitarbeiter zu finden. Von einer Herausforderung spricht auch Greta Ploner vom Jugenddienst Bozen-Land. „Da wir eine größere Organisation sind, war es für uns schwierig.“ Bis zum Schluss hätten sich aber ausreichend Betreuer gefunden.<h3> Lange Wartelisten</h3>Als die Anmeldungen im Winter starteten, waren die Wartelisten lang. Cassian Fieder von der Sozialgenossenschaft Somnias erklärt, dass sie nur minimal abgebaut worden seien. „Wir haben auch einige auf andere Ortschaften verwiesen, wo es noch freie Plätze gab“, so Fieder. <BR /><BR /> „In manchen Fällen haben Eltern sich inzwischen anderweitig organisiert“, weiß „Kinderwelt“-Präsidentin Martina Ladurner. Man habe einige Rückmeldungen bekommen, dass man den Wartelistenplatz nicht mehr brauche. „Zu 99 Prozent sind wir voll, aber es gibt noch Orte und Horte, wo einzelne Plätze frei sind.“ <BR /><BR />Einzelne Plätze seien auch noch beim Sommerprogramm des Jugenddienstes Bozen-Land verfügbar. Dort zählte man fast 3000 Anmeldungen. „Man merkt, dass das Angebot von den Eltern immer mehr nachgefragt ist“, berichtet Greta Ploner. „Wir haben deshalb im Vergleich zum Vorjahr auch mehr Wochen angeboten.“ Besondere Projekte, etwa die Legowoche oder die E-Bike-Woche, seien innerhalb weniger Minuten ausgebucht gewesen. Hoffnung macht auch Hildegard Felder von der Sozialgenossenschaft „Kinderfreunde“:„Im Laufe des Sommers können noch Kinder nachrücken, wenn etwa ein Kind länger krank ist“, so Felder.<BR /><BR />Für die Sozialgenossenschaft „Mit Bäuerinnen lernen – wachsen – leben“ hingegen ist Sommerbetreuung seit 2 Jahren gar nicht mehr machbar. Sie betreuen Kinder von 3 Monaten bis 4 Jahre. „Wenn die Tagesmütter Kapazitäten hatten, haben sie auch im Sommer wochenweise auf Kinder aufgepasst. Aber nun sind alle besetzt“, sagt Koordinatorin Maria Egger. <h3> Abwechslungsreiches Programm</h3>Für die Kinder stehen nun erstmals Bewegung, Unterhaltung und Abenteuer an. Der Verein „Kinderfreunde“ bietet etwa Themenwochen für Kindergartenkinder und Grundschüler an. „Da gibt es dann dazu passende Bastelarbeiten und Ausflüge“, erklärt Hildegard Felder. Man wolle mit den Kindern auch viel im Freien sein, sofern das Wetter das zulässt. Ähnliche Projekte bietet die Sozialgenossenschaft Somnias im Pustertal an. „Uns besuchen auch verschiedene Experten z. B. ein Falkner und ein Puppenspieler“, so Cassian Fieder.<BR />