Sie beleuchtet eine unerwartete Facette des Klimawandels: Seine archäologische Seite.Der Klimawandel bringt zu Tage, was lange im Gletschereis verborgen war. Neben Ötzi sind auch andere Objekte aufgetau(ch)t und erzählen Spannendes aus der Vergangenheit.Gletscherschmelze gibt sie Jahrtausende oder Jahrhunderte später wieder frei - und begründet damit einen noch relativ jungen Zweig der Geschichtsforschung, die Gletscherarchäologie.Oft sind es Alpinisten, die unvermittelt auf menschliche Hinterlassenschaften stoßen. Holz, Metall, Leder, Stoff und viele andere Materialien werden bei Minusgraden und unter Ausschluss von Licht und Luft bestens konserviert. Bedroht werden die Objekte im Eis dabei nur von den immensen Kräften, die durch die Gletscherbewegungen auf sie wirken.Die geborgenen Gegenstände fördern auch Geschichten und Schicksalen unserer Vorfahren zutage. Und mit dem Nachweis dafür, dass Menschen in den unwirtlichen Höhen der Alpen seit jeher anzutreffen sind; Kälte, Schnee und unerträglichen klimatischen Bedingungen zum Trotz.Mit jedem Fund stellt sich die Frage: Was trieb die Menschen über Jahrtausende auf die Gletscher? Die Sonderausstellung „Frozen stories" im Archäologiemuseum in Bozen begibt sich auf ihre Spuren und rekonstruiert Absichten, Geschichten und Tragödien.„Frozen stories" zeigt dabei über 30, teilweise erst vor kurzem geborgene, Funde aus den Gletscherregionen der Alpensüdseite und benachbarter Regionen, manche von ihnen werden erstmals öffentlich ausgestellt.Ein multimedial gestalteter Parcours mit Animationen, Videos Bildern und den Originalfunden lässt das Phänomen Gletscher auf 300 Quadratmetern fassbar.