Im Oktober sind am Himmel alle Herbstbilder zur abendlichen Beobachtungszeit in günstige Stellungen gerückt.Sternenquadrat im Süden Hoch im Süden erblickt man das markante Herbstviereck, ein Sternenquadrat, das den Rumpf des Fabelwesens Pegasus darstellen soll. Von der oberen, östlichen Ecke des Herbstvierecks zieht sich in nordöstliche Richtung die Sternenkette der Andromeda.Im Sternbild der Andromeda erkennt man in dunkler, mondloser Nacht ein schwach leuchtendes Lichtfleckchen. Es handelt sich um den großen Andromedanebel, unsere Nachbarmilchstraße.Das Licht von einigen hundert Milliarden Sternen war fast drei Millionen Jahre unterwegs, wenn wir die Andromedagalaxie zu Gesicht bekommen.Tief am Südhimmel flackert auffällig Fomalhaut, hellster Stern im Bild Südlicher Fisch. Der Name Fomalhaut kommt aus dem Arabischen und bedeutet „Maul des Fisches“. Mit 25 Lichtjahren Entfernung zählt Fomalhaut noch zu den Nachbarsternen unserer Sonne.Sommerdreieck in der westlichen Himmelshälfte In der westlichen Himmelshälfte dominiert noch das Sommerdreieck mit den drei hellen Sternen Wega, Deneb und Atair den Himmelsanblick. Hoch über unseren Köpfen steht das Himmels-W, die Kassiopeia, während der Große Wagen tief im Norden leicht zu übersehen ist.Im Nordosten blinkt ein heller, gelblicher Stern, nämlich die Kapella im Fuhrmann. Als nördlichster Stern erster Größenklasse ist sie kaum zu übersehen. Von den Wintersternbildern ist knapp über dem Osthorizont der Stier mit seinem rötlichen Hauptstern Aldebaran erschienen.Jupiter: Der Planet der NachtIm Stier glänzt ein helles Gestirn, das alle anderen Sterne an Leuchtkraft übertrifft. Es ist der Riesenplanet Jupiter, der allmählich zum Planeten der gesamten Nacht wird, denn er geht nun immer früher auf.Anfang Oktober erscheint er erst kurz vor zehn Uhr abends tief am Osthimmel, zu Monatsende sieht man ihn schon um sieben Uhr abends am Nordosthorizont.Der ringgeschmückte Saturn im Sternbild Jungfrau hat sich vom Abendhimmel zurückgezogen. Nur Mars, der schnell durch Waage und Skorpion ostwärts eilt, kann noch für etwa eine halbe Stunde in der fortgeschrittenen Abenddämmerung tief im Südwesten ausgemacht werden.Er ist ein gutes Übungsobjekt für erfahrene Beobachter. Am 18. kommt es zu einer engen Begegnung von Mars mit der zunehmenden Mondsichel. An Antares, dem roten Hauptstern des Skorpions, wandert Mars am 20. etwa acht Vollmondbreiten nördlich vorbei.Merkur nicht erkennbar Merkur erreicht am 26. mit 24 Grad seinen größten östlichen Winkelabstand von der Sonne. Wegen seiner südlichen Position im Tierkreis reicht dies nicht, um ihn in unseren Breiten am Abendhimmel freiäugig zu sehen. In den Mittelmeerländern und auf der Südhalbkugel der Erde zeigt sich jedoch der flinke Planet etwa eine halbe Stunde lang in der beginnenden Finsternis tief am abendlichen Westhorizont.Den Morgenhimmel beherrscht die strahlend helle Venus. Nach Sonne und Mond ist unser innerer Nachbarplanet das hellste Gestirn am Firmament.Allerdings verspäten sich die Aufgänge des Morgensterns im Laufe des Oktobers um mehr als eine Stunde. Aber auch die Sonne geht immer später auf. Venus wandert durch den Löwen und passiert am 3. ganz knapp, nur sieben Bogenminuten südlich, den Stern Regulus, den hellsten Stern im Löwen. Am 23. wechselt der Morgenstern in die Jungfrau.Tageslänge verkürzt sich – Uhren am 28. Oktober umstellenDie Sonne wandert am absteigenden Ast ihrer scheinbaren Jahresbahn durch das Sternbild Jungfrau und passiert ihren Hauptstern Spica zur Monatsmitte knapp nördlich. In der Nacht vom 30. auf 31. wechselt sie eine Stunde nach Mitternacht in die Waage. Am 23. tritt sie um zwei Uhr morgens in das Tierkreiszeichen Skorpion.Die Mittagshöhe der Sonne nimmt um elf Grad ab, die Tageslänge verkürzt sich in 50 Grad nördlicher Breite um eine Stunde und 48 Minuten.Am 28. Oktober endet die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ). Die Uhren werden um 03.00 Uhr morgens um eine Stunde zurückgestellt.apa/dpa