Dienstag, 19. Juli 2016

Sonne, Regen, Wolken: 20 Jahre Südtiroler Wetterdienst

Vor 20 Jahren hat alles begonnen: 1996 wurde der Südtiroler Wetterdienst eingerichtet. Damals hat ein Meteorologe drei Mal in der Woche einen Wetterbericht für die kommenden Tage verfasst. Heute hat die Technologie vieles übernommen.

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Foto: © shutterstock

Von der Prognose alle 3 Tage wurde nach und nach der Dienst ausgedehnt: Zunächst auf eine Prognose an jedem Werktag, schließlich an 365 Tagen im Jahr, erzählt Landesmeteorologe Dieter Peterlin.

"Heute umfasst unser Wetterdienst drei ausgebildete Meteorologen (in den Sommermonaten sind es vier), die zweimal täglich die Prognosen für Südtirol aktualisieren. So wurden in den letzten 20 Jahren über 11000 Wetterberichte verfasst."

Die Arbeit eines Meteorologen habe sich mit der Zeit radikal verändert, berichtet Peterlin weiter.

Hat man zu Beginn noch mit recht primitiven Methoden versucht, das Wetter vorherzusagen, geht es heutzutage hochtechnologisch zu. Immer bessere Satelliten, immer schnellere Computer, immer mehr Informationen ergeben eine zunehmend bessere und detaillierte Prognose.

 

"Trotz modernster Technik ist der Faktor Mensch aber immer noch entscheidend. Von einem Meteorologen erstellte Prognosen sind in der Regel genauer als vollständig automatisierte Vorhersagen die man unter anderem auf diversen Internetportalen oder Apps findet."

Gerade in den Alpen, wie etwa in Südtirol, mit komplexer Topographie aufgrund der Täler und Berge spiele die Kenntnis von den lokalen Gegebenheiten eine entschiedene Rolle für die Qualität eines Wetterberichtes.

"Trotz genannten Fortschritts gibt uns das chaotische System der Atmosphäre aber Grenzen vor: Zuverlässige Prognosen reichen daher in der Regel nicht über 5-7 Tage in die Zukunft, alles darüber hinaus ist meist reine Spekulation. Deshalb veröffentlichen seriöse Wetterdienste nur Vorhersagen von maximal einer Woche", schließt Peterlin den Ausflug in die Geschichte des Südtiroler Wetterdienstes.

stol

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