„Die Arbeitsbelastung hat immens zugenommen, so dass sich die Mehrheit der Mitarbeiterinnen aus den Sozialberufen machtlos und übergangen fühlt“ – das schreiben der Landesverband der Sozialberufe (LdS) und die Berufskammer der Sozialassistentinnen in einer Presseaussendung.<BR /><BR />Sie reagieren damit auf eine Aussendung des ASGB ( <a href="https://www.stol.it/artikel/wirtschaft/asgb-gesundheitssystem-vor-dem-kollaps-pflegekraefte-schlagen-alarm" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">STOL hat berichtet</a>) zum drohenden Kollaps im Gesundheitssystem. Denn die Betreuung von Menschen mit Pflegebedarf finde nicht nur im Krankenhaus statt und auch nicht ausschließlich durch eine Berufsgruppe. Und so seien einige Szenarien, die in der ASGB-Presseaussendung beschrieben werden, auch den sozialen Diensten und den Alten- und Pflegeheimen bekannt.<BR /><BR />„Wenn wir von Pflegeberufen reden und davon, dass das Gesundheitssystem kollabiert, welche Berufsgruppen meinen wir da?<BR />Und wenn wir vom Gesundheitssystem reden, welches System meinen wir denn? Die Betreuung von Menschen mit Pflegebedarf, obliegt nicht einer Berufsgruppe. Die bekannteste davon sind sicher die Krankenpflegerinnen, es gibt jedoch noch eine Reihe von weiteren Berufsgruppen, sei es mit akademischer Ausbildung, oder mit Fachausbildungen“, lautet es in einer Pressemitteilung.<BR /><BR /><BR />Trotz einiger Nachbesserungen in den vergangenen Jahren habe sich die Arbeitsbelastung der Sozialberufe und die Versorgungsqualität der anspruchsberechtigten Menschen verschlechtert. Und das sei ein zentraler Punkt, warum es derzeit so schwer sei, in diesem Bereich Personal zu finden.<BR /><BR />Derzeit führe die Kombination aus Personalmangel und unzureichender Entlohnung dazu, dass viele Pflegekräfte und Mitarbeiterinnen aus den Sozialberufen ausstiegen. Die Personalkrise und der Personalmangel werden auf dem Rücken der Mitarbeiterinnen ausgetragen, und die einzige Antwort, die es zu geben scheint, heißt „wir finden kein Personal“, steht in der Aussendung der beiden Organisationen weiter. Sie fordern, dass Sozialberufe „endlich besser bezahlt werden und bessere Arbeitsbedingungen geschaffen werden“ müssten. Tatsächliche Fortschritte seien aber – trotz Corona-Krise und einem durchaus gestiegenen Bewusstsein für die Situation rar.