„Trotz Mehrkosten wird es für den Bürger keine Tariferhöhungen im Sozialbereich geben. Bei einem Haushalt von 9 Milliarden muss das drin sein“, sagt Landesrätin Rosmarie Pamer. Sehr wohl erhöhen wird das Land seine Beiträge hingegen für jene, die Dienste anbieten. <BR /><BR />Wer im Internet recherchiert, welche Leistungen Südtirols Sozialdienste anbieten, stößt auf 16 Seiten, Anhänge und Tabellen nicht mitgerechnet. Die breite Palette reicht vom Behindertenbereich und der Tagespflege von Senioren in Heimen oder am Bauernhof bis zum Sozialgeld, dem Unterhaltsvorschuss und dem begleiteten Wohnen. <BR /><BR />„Auch im Sozialen haben wir eine deutliche Steigerung der Personalkosten aufgrund des bereichsübergreifenden Vertrags für den öffentlichen Dienst sowie des Pakts fürs Soziale mit 36-Stunden-Woche und höheren Zulagen zu verzeichnen“, sagt Landesrätin Rosmarie Pamer. <BR /><BR />Trotzdem sei die gesamte Landesregierung der Meinung, dass diese Mehrkosten nicht an die Südtiroler weitergegeben werden sollen. „Somit kann ich der Regierung einen Beschluss vorlegen, der für den Bürger im gesamten Sozialbereich keine Tariferhöhungen mit sich bringt“, so Pamer. Die Mehrkosten werden über den Haushalt abgedeckt.<h3> Für diese Dienste steigen die Tarife</h3>Sehr wohl wird es aber für jene mehr Geld aus der Landeskasse geben, die Dienste ausführen. So steigt zum Beispiel der Stundensatz für Bäuerinnen, die im Rahmen der sozialen Landwirtschaft ältere Menschen am Hof verköstigen und betreuen, von 10,5 Euro auf 12 Euro. Die maximale Gesamtstundenzahl je Genossenschaft wird von 9.000 auf 15.000 Stunden erhöht, um den steigenden Bedarf besser abdecken zu können.<BR /><BR />Weiteres Beispiel ist die Tagespflege: Hier steigt der Stundensatz von 10 auf 12 Euro, jener für die Tagespflege von Senioren in Heimen von 7 auf 8,5 Euro. Bei Personen mit Demenz wird der Stundensatz für Tagespflegeheime von 12 auf 14,5 Euro angehoben; in den Seniorenheimen steigt er von 8,5 auf 10,2 Euro.<BR /><BR />Beispiel drei ist das Wohnen. Der Maximaltarif, den das Land für begleitetes Wohnen beisteuert, liegt bei 10 Euro. Beim betreuten Wohnen sind es maximal 48 Euro. Beim betreuten Wohnen Plus wird der Einheitsbetrag auf 59 Euro angehoben. Für die neue Leistung „Sozialpädagogische Begleitung für Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen“ wird ein maximaler Stundensatz von 56 Euro festgelegt.<BR /><BR />Die Mehrkosten aus der sozialen Landwirtschaft betragen 100.000 Euro, jene für die Tagespflege 500.000 Euro. Das betreute Wohnen schlägt sich mit 900.000 Euro mehr zu Buche und die neue Leistung Autismus-Spektrum-Störung mit 1,8 Millionen Euro. In Summe sind es 3,3 Millionen Euro.