Eine arme Frau habe ihr Leben verloren, ein junger, offensichtlich gestörter Mann, sein Leben ruiniert. Es handle sich aber um ein außergewöhnliches Ereignis. Der öffentlichen Hand bliebe die Möglichkeit, die Kontrollen zu verschärfen, was schon in die Wege geleitet worden sei, so der Bürgermeister. Man werde sich zu diesem Zweck auch mit Regierungskommissariat und Quästur in Verbindung setzen.Spagnolli unterstrich, dass es keine gesetzliche Möglichkeit gebe, die Prostitution zu verbieten. In der Stadt hielten sich aber relativ wenig Prostituierte auf. Zählungen hätten ergeben, dass zwischen zehn und 20 Dirnen in der Landeshauptstadt arbeiteten, so Spagnolli. Sinnvoll sei es, potentielle Kunden stärker zu kontrollieren. Das Stadtviertel Bozner Boden selbst sei zwar klimatisch benachteiligt, sonst lasse es sich dort aber gut leben. Insgesamt sei es weiterhin wichtig, am sozialen Netz zu bauen.Was das Anbringen von Überwachungskameras anbelange meinte der Bürgermeister, es gebe genügend Kameras in der Stadt. Er hänge dies aber nicht an die große Glocke, wie dies Kollegen täten, um sich Publicity zu verschaffen.