Montag, 16. März 2020

Spanien: Ausgangssperre soll länger als 15 Tage dauern

Der am Samstagabend in Spanien ausgerufene Alarmzustand samt Ausgangssperre soll länger als die zunächst angepeilten 15 Tage dauern.

Seit Samstagabend liegt das öffentliche Leben in Spanien, wie hier in Malaga, großteils lahm.
Seit Samstagabend liegt das öffentliche Leben in Spanien, wie hier in Malaga, großteils lahm. - Foto: © APA/afp / JORGE GUERRERO
2 Wochen würden „nicht ausreichen, um den Kampf zu gewinnen“, sagte Transportminister Jose Luis Abalos am Montag in einem Radiointerview mit dem Sender RTVE.

„Es ist offensichtlich, dass wir keinen sicheren Zeitplan haben. Aber wenn wir jetzt keine besonders strengen Maßnahmen ergreifen, um die Ausbreitung des Virus und die Auswirkungen auf die Gesundheit und das Leben zu stoppen, dann hat das überhaupt keinen Effekt“, so Ábalos.

Nach Italien ist Spanien das von der Krise am stärksten betroffene Land in Europa. Die Zahl der Menschen, die sich mit Sars-CoV-2 infiziert haben, kletterte nach Angaben des Gesundheitsministeriums am Montag auf rund 8.700. Mehr als die Hälfte der Fälle wurde in der Region Madrid bestätigt.

Die Präsidentin der Autonomen Region Madrid, Isabel Díaz Ayuso, wurde selbst positiv getestet. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle lag bei fast 300, mehr als 520 Patienten gelten als geheilt.

Im Rahmen des sogenannten Alarmzustands, der dritthöchsten Notstandsstufe, wurden auch die meisten Geschäfte geschlossen und der öffentliche Nah- und Fernverkehr drastisch reduziert. Die Menschen dürfen aber etwa in Supermärkten und Apotheken einkaufen sowie zu ihrer Arbeit fahren. Die längstmögliche Dauer des Alarmzustands beträgt eigentlich 15 Tage – eine Verlängerung muss vom Parlament genehmigt werden, wie Regierungschef Pedro Sanchez in einer Fernsehansprache betont hatte.

apa/dpa

Schlagwörter: