<BR />Die Ermittler der Guardia Civil bezeichneten das Netzwerk als eine der „komplexesten, aktivsten und gefährlichsten“ kriminellen Organisationen, die bisher in der Region aufgedeckt worden seien.<BR />Im Zuge der Operation seien 77 Menschen in Spanien und eine Person in Algerien festgenommen worden. Zudem seien 18 Schnellboote beschlagnahmt worden.<h3> Netzwerk nutzte Schnellboote</h3>Demnach nutzte das Netzwerk Schnellboote, um synthetische Drogen von Spanien nach Algerien zu transportieren. Auf dem Rückweg schmuggelte es Migranten an die Südostküste Spaniens und auf die Insel Ibiza. Mit mindestens 64 Fahrten habe die Bande einen Gewinn von 24 Millionen Euro erzielt. Pro Migrant verlangte sie bis zu 12.000 Euro. An den Ermittlungen waren auch Europol sowie die Polizei in Frankreich, Portugal und Polen beteiligt.<BR /><BR />Die Überfahrten seien extrem gefährlich gewesen, teilte die spanische Polizei weiter mit. Die Migranten seien in überfüllten Booten bei hoher Geschwindigkeit und oft bei schwerem Wetter, ohne Licht und in den meisten Fällen ohne Schwimmwesten unterwegs gewesen. Teilweise seien die Insassen festgebunden worden, damit sie während der Überfahrt nicht über Bord gingen.<BR /><BR />Spanien hat zuletzt eine Verlagerung der Migrationsrouten festgestellt: Während die Ankünfte auf den Kanaren zurückgingen, nahm die Zahl der über Algerien ankommenden Menschen auf dem spanischen Festland und den Balearen zuletzt zu.