Die Speed-Check-Boxen müssen die Bürger auf Bozens Straßen zurzeit nicht mehr fürchten – sie wurden allesamt stillgelegt. Die rechtliche Situation lässt es derzeit auch nicht zu, die Boxen auf Strecken mit einem Tempolimit von 50 km/h in Betrieb zu nehmen. Mit den gefürchteten Speed-Check-Boxen gibt es mittlerweile mehrere Probleme: Zum einen wurde ihr Einsatz in Zonen mit einem Geschwindigkeitslimit unter 50 km/h untersagt, zum anderen aber fehlt sämtlichen Geräten in Italien auch noch die notwendige Homologierung, wie Mobilitätsstadtrat Stefano Fattor bestätigt. <BR /><BR /><BR /> Inzwischen seien nämlich diverse Rekurse, zum Beispiel im Veneto, von den Rekursstellern gewonnen worden, weil die Homologierung der Speed-Check-Boxen in Italien ausständig ist. „Derzeit gibt es kein Gerät, das homologiert ist“, stellt Fattor fest. Die Genehmigung der Geräte durch das Ministerium sei somit nicht mehr genug, die Radarfallen müssen homologiert sein. Da gegen Strafmandate somit ohnehin gleich Rekurs eingereicht werden könne, habe die Gemeinde entschieden, alle Speed-Check-Boxen derzeit zwar stehen zu lassen, aber nicht mit den zum Funktionieren notwendigen Kameras auszustatten. <BR /><BR /><BR />De facto sind sie also inaktiv. Das dürfte auch so bleiben, solange das Verkehrsministerium nicht ein entsprechendes Rundschreiben mit den Kriterien für die Homologierung herausgibt, damit die Geräte diesbezüglich überprüft werden können. Bislang waren die Speed-Check-Boxen zumindest noch in Straßenzügen mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 km/h aufwärts aktiv. <BR /><BR /><BR />In Zonen mit 30er oder 40er-Limit wurden sie seit geraumer Zeit nicht mehr genutzt, da dies durch das Salvini-Dekret untersagt wurde. Trotzdem kann in Bozen noch geblitzt werden, und zwar von Ordnungshütern, die mit mobilen Blitzgeräten unterwegs sind. Diese Möglichkeit gibt es weiterhin, um Raser aus dem Verkehr zu ziehen.