Montag, 05. Januar 2015

"Speed Check"-Geräte nur eine Farce?

Die orangefarbenen Plastiksäulen, die seit Anfang Dezember an mehreren Bozner Straßen stehen, scheinen weniger raffiniert zu sein als von den Gemeindeverantwortlichen behauptet, wie eine Beobachtung am Montagmorgen beweist.

Können die "Speed Check"-Säulen tatsächlich Radargeräte enthalten?
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Können die "Speed Check"-Säulen tatsächlich Radargeräte enthalten? - Foto: © D

Die besondere Eigenschaft der orangefarbenen "Speed Check"-Boxen am Straßenrand sei, dass sie im Innern mit einer Kamera zur Geschwindigkeitskontrolle ausgestattet sein können.

Können, wohlgemerkt, denn die Boxen müssen nicht zwangsläufig ein Radargerät beinhalten. Das hatten die Bozner Gemeindeverantwortlichen angekündigt, als Anfang Dezember die ersten "Speed Checks" in der Drususallee, der Galilei-, Claudia-Augusta- und Cadornastraße sowie entlang der Eisackuferstraße und in der Italienallee aufgestellt wurden.

Seitdem haben viele Autofahrer bewusst auf Höhe der Plastiksäulen verlangsamt, um ja nicht als Temposünder ertappt zu werden. Man kann ja nie wissen, ob das Gerät drin ist... Und das kleine Blinklicht auf der Spitze der Säule trug auch zur Verwirrung und Warnung bei.

Eine Beobachtung vom frühen Montag morgen stellt allerdings die Fähigkeiten der orangefarbenen Säulen in Frage: An der Eisackuferstraße auf Höhe der Palermobrücke stand um 6.30 Uhr unmittelbar hinter der "Speed Check"-Säule ein herkömmliches Geschwindigkeitsmessgerät. Und nur wenige Meter entfernt war ein Streifenwagen der Stadtpolizei in Lauerstellung.

Kann man die Radargeräte also gar nicht in die Säule stellen?

ds/STOL 

stol