Sie wurde im Irccs Policlinico Sant'Orsola in Bologna einer halbstündigen Operation unterzogen, mit der ihr eine künstliche Hornhaut aus Polymerem, einem plastikähnlichen Material, implantiert wurde. 6 Zehntel ihres Sehvermögens auf einem Auge hat sie dadurch nun zurückgewonnen.<BR /><BR />Die Operation, die hundertste dieser Art weltweit und die erste in Italien, wurde von Luigi Fontana, Direktor der Augenklinik der Polikinik von Bologna, durchgeführt.<BR /><BR />Bei der Operation handelte es sich also nicht um eine Spenderhornhaut-Transplantation, sondern um einen Eingriff, mit dem der Patientin eine kleine Kontaktlinse an die Innenwand der Hornhaut geklebt wurde. Die Frau hatte sich in den vergangenen Jahren 2 Transplantationen mit Spenderzellen unterzogen, die beide fehlschlugen. <BR /><BR />Tatsächlich ist die Hornhauttransplantation nach wie vor die am weitesten verbreitete Operation, von der in Italien jedes Jahr mehr als 5000 durchgeführt werden. Die Techniken haben sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt: von der Implantation einer ganzen Hornhaut eines Spenders bis zur neueren lamellaren Technik, bei der nur die erkrankten Schichten der Hornhaut ersetzt werden. Es gibt jedoch Fälle, in denen eine Spenderzellentransplantation aufgrund von Abstoßungsreaktionen oder anderen Problemen nicht möglich oder nur von kurzer Dauer ist.<BR />