Der Alarm für die Bergrettung Sand in Taufers ging um 16.40 Uhr. Beim ungesicherten Abstieg am und neben dem Eisfall war einer der beiden Kletterer, ein 28-Jähriger, in unwegsamen Gelände aus- und 50 Meter abgerutscht. Dort blieb er vor einer weiteren Steilstufe liegen, sein Begleiter alarmierte die Rettungskräfte. <BR /><BR />Weil die Männer den genauen Standort nicht angeben konnten, rückten die Bergretter zu den Reinbach-Wasserfällen aus. Dort erkannten sie an den Lichtsignalen, die die Verunfallten gaben, dass sie sich viel weiter oben, auf rund 1500 Metern Höhe unterhalb der Wasserfallspitze an einem Eisfall befanden. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1255134_image" /></div> <BR /><BR />Nachdem mittlerweile die Dunkelheit eingebrochen war, wurde der Notarzthubschrauber Aiut Alpin für die Bergung alarmiert. Bergretter der Stelle Sand in Taufers machten sich zu Fuß auf den etwa einstündigen Aufstieg, um gegebenenfalls die Bergung unterstützen oder übernehmen zu können. <BR /><BR />Der Aiut Alpin nahm einen Bergretter an Bord und flog zum Eisfall. Unterstützt wurde er dabei von der Feuerwehr Mühlen, die mit einem Suchscheinwerfer aus 2,5 Kilometer Entfernung den Berg ausleuchtete – nach genauer Absprache, um die Hubschrauberbesatzung nicht zu blenden.<BR /><BR />In bester Teamarbeit wurde zunächst der Verletzte, später auch sein 31-jähriger Begleiter, mit der Winde geborgen und ins Tal geflogen. Der 28-Jährige war leicht unterkühlt und hatte sich Prellungen zugezogen. Er wurde zur genaueren Abklärung ins Krankenhaus von Bruneck geflogen. <BR /><BR />Für die Bergretter aus Sand in Taufers war es der erste Einsatz mit einem Nachtflug des Notarzthubschraubers. Was bisher geprobt wurde, klappte im Einsatz reibungslos, resümierten die rund 15 Bergretter im Einsatz sowie die Helfer von Feuerwehr und Notarzthubschrauber.