Antonella Di Ielsi und ihre Tochter Sara Di Vita waren kurz nach den Feiertagen im Krankenhaus Cardarelli in Campobasso gestorben. Zunächst wurde eine Fischvergiftung vermutet. <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/italien-mutter-und-tochter-15-sterben-fischvergiftung-vermutet" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">(STOL hat berichtet)</a><BR /><BR />Doch nun kam es zu einer dramatischen Wende in dem Fall, der für großes Aufsehen sorgte. Es wurde ein neues Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt wegen zweifachen vorsätzlichen Mordes eingeleitet.<h3> Opfer wurden mit Ricin vergiftet</h3>Nach Angaben aus Ermittlerkreisen wurden beide Frauen in ihrem Haus in Pietracatella in der Provinz Campobasso mit Ricin vergiftet. Spuren des hochgiftigen Stoffes seien in Blutanalysen nachgewiesen worden, die sowohl in Italien als auch in spezialisierten Laboren im Ausland durchgeführt wurden.<BR /><BR />Ricin gilt als eine der gefährlichsten bekannten Substanzen und kann bereits in geringen Mengen zu Organversagen führen. Die Untersuchungsergebnisse sprechen nach bisherigen Erkenntnissen gegen eine versehentliche Vergiftung.<BR /><BR />Die Ermittler rekonstruieren derzeit die letzten Stunden der beiden Frauen in ihrem Wohnhaus. Dabei werden sämtliche mögliche Motive geprüft, darunter persönliche Beziehungen, das soziale Umfeld sowie eventuelle Konflikte.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1295673_image" /></div> <h3> Ermittler gehen von geplanter Tat aus</h3>Da Ricin nicht frei verfügbar ist und spezielles Wissen zu seiner Herstellung erfordert, gehen die Behörden von einer geplanten Tat aus. Die Ermittlungen dauern an. Sie konzentrieren sich nun darauf, den Verantwortlichen für die Vergiftung zu identifizieren und die genauen Umstände der Tat zu klären. Das Haus der Opfer in Pietracatella ist weiterhin konfiziert. Gianni Vita und seine Tochter Sara - die beiden weiteren Familienmitglieder - leben derzeit in einer anderen Wohnung.