Die STA und die Bezirksgemeinschaften Vinschgau und Burggrafenamt organisierten eine Informationsveranstaltung im Latscher „CulturForum“, um Fragen rund um die Vinschger Bahn zu beantworten. <h3> Die Sperren</h3>2-mal gebe es Sperren, erklärte dabei der STA-Projektverantwortliche Michael Prader. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1118811_image" /></div> <BR /><BR />Die Strecke Laas bis Mals wird vom 16. Februar bis 25. Oktober gesperrt. Während dieser – und der nächsten Sperre – gibt es einen Busersatzdienst: Es gibt einen halbstündigen Busverkehr mit Anschluss in Laas und Mals. Die Linien 272 und 271 werden bis nach Laas verlängert, für den Citybus in Schlanders gibt es halbstündige Anschlüsse an den Zug und es gibt bis zu 3 Schülerbusse. Während dieser Sperre fährt der Zug von Laas bis Meran zu einem geänderten Fahrplan im Halbstundentakt. Am Abend entfallen alle Züge. Um einen leichteren Umstieg in Laas zu ermöglichen, werde laut Prader der Zug auf Bahngleis 1 einfahren.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1118814_image" /></div> <BR /><BR />Die zweite Sperre herrscht ab dem 26. Oktober 2025 bis voraussichtlich 28. März 2026 von Mals bis Meran. Ersatzbusse fahren im Halbstundentakt. Ab 29. März fahren die (Diesel-)Züge wieder, wobei der Abschnitt Mals-Laas rund 2 Monate länger nur am Morgen und am Abend bedient wird. Deshalb gibt es für diesen Abschnitt tagsüber Ersatzbusse. Danach fahren die Züge (nun auch elektrisch) auf der ganzen Strecke Mals-Meran auch tagsüber. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1118817_image" /></div> <h3> Die Zulassungsphase</h3>Eine der Hauptgründe, weshalb sich der Zeitplan laut Prader verzögere, sei die verspätete Lieferung der neuen Züge. Nach dem Bau der Züge beginne nun die einjährige Zulassungsphase, die in den ersten Monaten von 2026 abgeschlossen sein solle. „Ohne Fahrzeug kann die Strecke nicht zugelassen werden und umgekehrt“, sagte Prader. Die Inbetriebnahme der elektrischen Züge werde voraussichtlich Mitte 2026 erfolgen. <BR /><BR />Um einer höheren Kapazität gerecht zu werden, werden die neuen Züge mit je insgesamt 6 Wagen 380 Sitzplätze aufweisen und auf der Strecke Mals-Meran mit einer Höchstgeschwindigkeit von 130 Kilometern pro Stunde fahren. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1118820_image" /></div> <BR /><BR />Ohne Umstieg solle es für die Vinschger in Zukunft möglich werden, über Meran und Bozen zunächst nach Innsbruck und später auch nach Lienz zu fahren, erläuterte STA-Generaldirektor Joachim Dejaco. <h3> Wie es weitergeht</h3>Die fast fertigen Arbeiten auf der Strecke Laas-Mals können im Moment nicht abgeschlossen werden, erklärte STA-Projektleiter Sergio Marchiori. Sobald die Elektro-Züge in Betrieb gehen, können die alten Dieselzüge nicht mehr fahren. <BR /><BR />Bis zum 16. Februar können die Bauarbeiten aber vorbereitet werden, dann werde die erste Teilstrecke gesperrt, das alte System ausgebaut und das neue europäische Zugleitsystem ETCS (European Train Control System) fertiggestellt. <BR /><BR />Dann werden die Züge getestet und zugelassen. Parallel werden die Arbeiten auf der Strecke Laas-Meran weitergeführt und ab der Totalsperre fertiggestellt und die Inbetriebnahme für den Personenverkehr auf der gesamten Strecke genehmigt. „Gewisse Messungen können wir erst im Jänner machen, wenn die ganze Linie komplett ist“, erklärte Marchiori. <h3> Konkrete Arbeiten</h3>Die Bauarbeiten umfassen die Oberleitungen und Erdungen. Daneben wird die Remise Mals (für Zug-Wartungen) ausgebaut und Bahnsteige verlängert, da die neuen Züge länger sein werden. <BR /><BR />Um möglichen Risiken bei der Elektro-Züge-Lieferung bzw. weiteren Verspätungen aus dem Weg zu gehen, werden während der Totalsperre außerdem die Diesel-Züge auf das neue Signalsystem umgebaut, wie erklärt wurde.<BR /><BR />Informationen unter www.suedtirolmobil.info/de/