Wie mittlerweile hinlänglich bekannt, muss der Zugverkehr zwischen Mals und Laas wegen der Arbeiten zur Elektrifizierung der Vinschger-Bahn-Linie für über ein Jahr ausgesetzt werden. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass jene vielen Vinschger und Vinschgerinnen, die aus Bildungs- und Arbeitsgründen aus dem oberen Teil des Tales nach z. B. Schlanders wollen, auf Ersatzbusse umsteigen müssen.<BR /><BR /> Das wird nun bis zum Ende der Elektrifizierungsarbeiten dauern – und das wird voraussichtlich in mehr als einem Jahr der Fall sein.<h3> <h3> Die Suche nach dem richtigen Bus</h3> </h3>Am Montagmorgen war am Malser Bahnhof daher bereits eine Schar von Schülern und sonstigen Pendlern zu sehen, welche den richtigen Bus suchten – in Mals waren nämlich auch andere Busse wie jene in die Schweiz oder nach Landeck unterwegs. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1131072_image" /></div> <BR /><BR />Unter den Pendlern war Ulrich Stampfer, Direktor des Tourismusvereins Naturns. Der Malser bestieg den Bus in Mals und stieg in Laas auf den Zug um, der ab Laas abwärts noch regulär verkehrt. Stampfer sagte, dass der erste Tag relativ gut verlaufen sei, der Umstieg auf den Zug und der Busdienst an sich hätten gut geklappt. In den kommenden Tagen würde sich das Ganze dann einpendeln, dann kenne man sich auch besser aus.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1131075_image" /></div> <BR /><BR />Das sagte auch Andreas Wiesler, der im Bürgerheim Schlanders arbeitet und ebenfalls bereits kurz vor 7 Uhr in Mals den Ersatzbus bestieg. Auch Wiesler meinte, dass man erst einmal abwarten müsse, wie sich die Organisation der Ersatzdienste bewähre. Den ersten Tag bewertete er am Abend dann als positiv.<BR /><BR />Besonders ab Schlanders aufwärts dürfte sich aufgrund der großen Schülerzahlen doch die eine und andere Überfüllung ergeben. Am Schlanderser Bahnhof war um kurz nach 13 Uhr denn auch viel los. Schülerinnen und Schüler nahmen den Ersatzbus nach Mals oder den Zug nach Laas. <b><Fett><BR /><BR />Romina Tischler</Fett></b>, eine Drittklässlerin der Wirtschaftlichen Fachoberschule in Schlanders, berichtete, dass sie bereits am Morgen mit dem Bus von Taufers im Münstertal nach Schlanders gefahren war. Der Bus sei schneller gefüllt gewesen als vor der Zugsperre, da mehr Fahrgäste diesen als Alternative nahmen. Da sie zu Mittag in Mals auf einen weiteren Bus nach Taufers im Münstertal umsteigen muss, hoffte sie, dass der Anschluss gut klappt.<h3> <h3> Schulen sammeln Daten, dann wird ausgewertet</h3> </h3>Wie geht es nun weiter? Rückfragen bei den Direktoren der Oberschulzentren Mals und Schlanders, <b>Werner Oberthaler</b> und <b>Verena Rinner</b>, haben ergeben, dass in den kommenden Tagen Auswertungen vorgenommen werden. Man wolle schauen, wie sich die Lage entwickelt, sagte z. B. Oberthaler. Viele Schüler und Schülerinnen von etwa der Sportoberschule kämen von weither angereist und seien auf Zug und Bus angewiesen. Daher gibt es zweimal die Woche eigene Busse für sie, da die Sportler viel an Ausrüstung mitschleppen müssen. <BR /><BR />Wie der Direktor sagte, werde man alle Rückmeldungen an das zuständige Landesamt weiterleiten, man arbeite mit diesem eng und gut zusammen. Es könnten sich unter Umständen durchaus auch Möglichkeiten für Änderungen bzw. Anpassungen am gesamten Dienst ergeben.<BR /><BR />Auch Verena Rinner sagte, dass man den Schienenersatzdienst nun für einige Tage anlaufen lassen muss. Es gebe eigene Busse für z. B. Schüler von Schlanders ins Oberland, man wolle nun beobachten, wie diese angenommen werden, ob sie ausreichen usw. Man sammle unter Schülern und Lehrkräften Rückmeldungen zu Bus und Co. und werde dies dann auswerten.