In Dreierteams sind sie strategisch im Stadion, im Eingangsbereich sowie entlang der Strecke positioniert – ausgerüstet mit Einsatzrucksäcken für Probenentnahme und persönlicher Schutzausrüstung. Sie gehören einer spezialisierten NBCR-Einheit an. „NBCR steht für nuklear, biologisch, chemisch und radiologisch“, erklärt Hauptbrandinspektor Christian Auer. Es ist ein Fachbereich, der sich mit ungewöhnlichen Stoffen, speziellen Schadensereignissen und komplexen Umweltrisiken befasst. Die Einheit der Berufsfeuerwehr stellt jene Fachkompetenz bereit, die bei internationalen Großveranstaltungen dieser Größenordnung erforderlich ist.<BR /><BR />„Der reguläre Brandschutzdienst in der Arena wird von den freiwilligen Feuerwehren sichergestellt“, sagt Auer. „Wir von der Berufsfeuerwehr Bozen ergänzen dies mit unserer Spezialkompetenz im Bereich besonderer Stoff- und Umweltrisiken.“ Unterstützt wird die Einheit dabei von Fachpersonal des „Corpo Nazionale dei Vigili del Fuoco“, das technische Kontroll- und Sicherungsaufgaben übernimmt – insbesondere im Umfeld raumlufttechnischer Einrichtungen und bei weiterführenden biologischen Überprüfungen.<h3> Im Anlassfall rasch reagieren</h3>Ein besonderes Augenmerk gilt der technischen Infrastruktur, besonders den Lüftungsanlagen der Arena und der temporären Zeltstrukturen. „Für diese Anlagen wurden im Vorfeld Übersichten und Handlungsleitfäden erstellt, um im Anlassfall rasch reagieren zu können“, erklärt der Hauptbrandinspektor. Dass diese Vorbereitung wirkt, zeigte sich bereits bei ersten Einsätzen: Als im Rennbüro unangenehme Gerüche aus der Lüftungsanlage strömten, war die Ursache rasch gefunden – ein laufender Traktor direkt vor der Luftansaugung im Keller. Auch die verlassene Spraydose in Tribünennähe nahmen die Spezialkräfte sofort in Augenschein und sicherten sie. <BR /><BR />Für ihre Arbeit ist auch das Messfahrzeug der Berufsfeuerwehr Bozen dauerhaft in Antholz stationiert. Zusätzlich wurde ein eigener Container als Stützpunkt eingerichtet, in dem Messtechnik, Schutzanzüge und Spezialgeräte gelagert werden. Ein beheizter Lagerbereich stellt sicher, dass die Ausrüstung auch bei winterlichen Temperaturen jederzeit einsatzbereit bleibt.<h3> Auffälligkeiten erkennen, Risiken früh identifizieren</h3>„Unser Einsatz ist in erster Linie präventiv ausgerichtet“, sagt Auer. „Moderne Messtechnik ermöglicht es, Auffälligkeiten rasch zu erkennen und fachlich zu bewerten. Ziel ist es, mögliche Risiken frühzeitig zu identifizieren und gegebenenfalls geeignete Maßnahmen einzuleiten.“ Nach klar definierten Handlungsabläufen werden unklare Situationen ebenso abgeklärt wie bestätigte Gefährdungen bewältigt. Im Anlassfall sind auch Maßnahmen zur Besucherlenkung vorgesehen – alles im Vorfeld genauestens vorbereitet und analysiert. <BR /><BR />Neben den elf Einsatzkräften im Tribünen- und Innenbereich sowie am Eingang und an der Strecke sind zwei Offiziere in die technische Einsatzleitung sowie in die gemeinsame Koordination eingebunden. Im Lagezentrum arbeiten Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Organisationen – darunter Ordnungskräfte, Rettungsdienste und Zivilschutz – an der Koordination des Geschehens. So wird in Antholz nicht nur sportlich Höchstleistung geboten, sondern hinter den Kulissen professionell, koordiniert und ohne großes Aufhebens für Sicherheit gesorgt.