Der finnische Taucher Sami Paakkarinen, einer der drei Spezialisten der Stiftung Dan Europe, die an der Bergung der fünf Italiener beteiligt waren, hat nun gegenüber den Nachrichten Tg1 die dramatischen Phasen seines Einsatzes geschildert. Dabei beschrieb er eine Situation, die selbst erfahrene Taucher an ihre Grenzen brachte. <BR /><BR />„Ich hatte Angst, dass wir sie nie finden würden“, gab Paakkarinen zu. Zeitweise habe er sogar nicht ausgeschlossen, dass die Vermissten im offenen Meer verschwunden sein könnten. Erst als das Team einen nicht kartierten Höhlengang entdeckte und Spuren im Sand erkannte, habe sich eine entscheidende Spur ergeben.<BR /><BR />Die Aufnahmen aus dem Inneren der Höhle, die Tg1 am Mittwochabend exklusiv zeigte, geben einen seltenen Einblick in die Bedingungen des Einsatzes. Paakkarinen erklärte, dass die Gruppe der Italiener offenbar nicht ausreichend ausgerüstet gewesen sei: Die Taucher hätten zwar typische Ausrüstung für Tauchgänge im Meer der Malediven gehabt, für Höhlentauchgänge sei jedoch deutlich mehr nötig - darunter zusätzliche Sicherheitsausrüstung, mehrere Flaschen und Atmungssysteme. <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/rebreather-was-steckt-hinter-der-technik-der-finnischen-spezialtaucher" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">(Hier erfahren Sie mehr über die Ausrüstung der finnischen Spezialtaucher)</a><h3> Beerdigung zweier Opfer am Samstag</h3>Bei dem Unglück kamen fünf italienische Taucher ums Leben: Die Universitätsprofessorin und Meeresbiologin aus Genua Monica Montefalcone (51), ihre 22-jährige Tochter Giorgia Sommacal, die Meeresforscherin Muriel Oddenino (31) sowie die Taucher Federico Gualtieri (31) und Gianluca Benedetti (44). Montefalcone und Sommacal sollen am Samstag beigesetzt werden.<BR /><BR />Trotz der Tragödie denkt Paakkarinen bereits an die Zukunft. Er wolle an den Ort zurückkehren, um die Höhle vollständig zu kartieren. „Nur so können wir verhindern, dass so etwas noch einmal passiert“, betonte er. Der Einsatz wirft damit nicht nur Fragen nach dem konkreten Ablauf auf, sondern auch nach den Sicherheitsstandards in einem Tauchgebiet, das für seine Schönheit bekannt ist - und nun auch für seine tödlichen Risiken.